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Träume in Down Under

zuletzt aktualisiert: 08.05.2010

Weiße Sandstrände, türkisblaues Wasser, Kängurus am Straßenrand – für Christoph van Stiphoudt und Andre Leenen gab es auf ihrer Reise durch Australien viel zu erleben. Die beiden Fußballer des SV Sevelen mussten als Backpacker aber auch richtig anpacken.

Sydney/Sevelen Die Reise von Frankfurt nach Australien verging für Christoph van Stiphoudt (23) und Andre Leenen (19) wie im Flug. "Durch den netten Flugbegleiter hatten wir jederzeit ein kühles Bier zur Hand." Nach 21 Stunden im Flieger landeten die die beiden jungen Fußballer des SV Sevelen um 7 Uhr morgens Ortszeit in Sydney.

Das Abenteuer Australien begann der dreiwöchige Englisch-Intensiv-Sprachkursus – die Grundlage, um als Backpacker durch Down Under reisen und sich mit den Einheimischen unterhalten zu können. "Bald haben wir angefangen, in der sonst fremden Sprache zu träumen", berichten sie.

2500 Kilometer in 46 Stunden

Nach der Zeit in Sydney, wo sie die bekanntesten Sehenswürdigkeiten wie die Oper, die Harbour Bridge oder den Fetherdale Wildlife Park besichtigten, begann die eigentliche Reise mit dem Kauf eines Autos. Um das Finanzielle regeln zu können, machten sich die beiden Fußballer auf den Weg nach Ayr im Bundesstaat Queensland, um dort Arbeit zu finden. "Die Fahrt nach Ayr war ein Riesen-Erlebnis", berichten sie. "2500 Kilometer in 46 Stunden und darin enthalten ein vierstündiges ,Schläfchen'."

In Ayr nahmen sie eine Arbeit auf "Charlie's Farm" an, wo sie Melonen und Pfeffer pflanzten. "Es war eine harte Arbeit, aber wir machten gute Stunden und sammelten so Geld, um etwas herumzureisen." Nach zweieinhalb Wochen ging es weiter nach Cairns. Unterwegs legten sie einen Stop in Mission Beach ein: "Ein traumhafter Strand und Palmen überall. Man kam sich wirklich vor wie im Paradies."

Im Anschluss machten sich Andre Leenen und Christoph van Stiphoudt auf den Weg ins rund 800 Kilometer südlich gelegene Airlie Beach und von dort auf eine dreitägige Tour zu den Whitsundays – "traumhaft weißer Sand und unglaublich tolles türkises Wasser" – und zum Great Barrier Reef. Erster Stop war der White Heaven Beach, einer der schönsten Strände der Welt. In einer Lagune unternahmen van Stiphoudt und Leenen ihren ersten Tauchgang an einem kleinen Riff. "Einfach atemberaubend, diese Vielfalt an Korallen und bunten Fischen, ob klein oder groß. Das Interessanteste, was wir jedoch sahen, waren Riffhaie und Rochen. Es war schon ein Erlebnis, so etwas live zu sehen." Am weltbekannten Great Barrier Reef trennten sich die Unter-Wasser-Wege der beiden Sevelener Kicker für kurze Zeit. Christoph entschied sich für einen weiteren Tauchgang, Andre fürs Schnorcheln. Einmal mehr waren sie überwältigt von der Pracht der Natur.

Die Urlaubskasse aufbessern

Nach so viel Abenteuer mussten sie erst einmal die Urlaubskasse wieder aufbessern. Sie nahmen schließlich eine Arbeit in Mackay, 350 Kilometer südlich von Ayr, an, um für den Parkmanager eines anderen Hostels in dessen Caravanpark zu arbeiten. "Mit Kettensägen bewaffnet, fällten wir in den ersten fünf Tagen Bäume. Wirklich sehr hart und anstrengend." Da es in Mackay viel zu tun gab und es den Jungs dort gut gefiel, blieben Andre und Christoph prompt länger.

Natürlich kam bei aller Arbeit auch das "Drumherum" nicht zu kurz. Schnell lernten sie neue Leute kennen, mit denen sie abends durch die Innenstadt Mackays zogen. "Witzig ist, dass ein Samstagabend für die Australier schon um 17.30 Uhr beginnt und trotzdem nicht vor 3 bis 4 Uhr morgens endet." Nach insgesamt zwei Wochen in Mackay ging es wieder zurück nach Ayr, wo Christoph einen Job auf einer Farm namens "Greg Barballos" annahm und Andre seine letzten zwei Wochen in Australien genießen konnte.

Mittlerweile ist Andre Leenen wieder zurück in Deutschland, für Christoph van Stiphoudt geht das Abenteuer aber weiter. Er plant, noch acht Monate zu arbeiten, um dann , voraussichtlich bis Mai 2011, "auf große Reise" zu gehen. Diese soll ihn nach Thailand, Hawaii, die Fiji-Inseln und Neuseeland führen. "Möglicherweise steht im Juni auch eine zweiwöchige Reise zur WM nach Südafrika an."

Michael Bühs nahm die Informationen auf.

Quelle: RP

 
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