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Fußball: Trainer wollen im Juni und August spielen

VON MARCO BÜREN - zuletzt aktualisiert: 13.01.2010 - 18:21

Im Juni ist die Saison für die Fußballer des Amateurlagers zu Ende. Dabei fängt am 22. dieses Monats der Sommer erst an. Aber die Profis bestimmen den Terminplan des Fußballs, und wenn die Fußball-WM in Südafrika startet, haben die Amateure Pause.

Erst im August geht es für die Amateurkicker wieder los. Dabei würden sich viele Trainer des Gelderlandes wünschen, häufiger im Sommer zu spielen. Zum einen, um die Winterwitterung und die damit drohenden Spielausfälle zu umgehen, zum anderen, um das Sommerwetter besser zu nutzen. „Man kann doch ohne weiteres englische Wochen im August oder September durchführen”, sagt Herongens Trainer Jan Schröers.

Eine Meinung, die viele Kollegen mit ihm teilen: „Ein oder zweimal geht das sicher”, meint auch Winnekendonks Coach Helmut Rankers, „denn im August und September lassen die Witterung und das Licht das doch ohne Weiteres zu”. Aus der Not könne man so eine Tugend machen. Spiele, die ausgefallen sind, werden ohnehin oft unter der woche ausgetragen. „Und von dem Problem, dass wegen Schichtdienst oder Studium mehrere Spieler unter der Woche fehlen, sind wir doch alle zugleich betroffen”, erkennt nicht nur Christoph Gesthüsen, Trainer des SV Veert, sondern auch sein Kollege Wilfried Steeger vom TSV Weeze. Sandro Scuderi von den Sportfreunden Broekhuysen schlägt vor, gleich „Nachholspieltage zu gewöhnlichen Spieltagen umzuwidmen”.

„Nicht von der WM betrofffen”

Mehrheitlich sind die Trainer des Gelderlandes dafür, den August zu Saisonbeginn und den Juni zum Saisonende besser zu nutzen. „Auch wenn man theoretisch bei jedem Wetter Fußball spielen kann, verstehe ich nicht, warum der August fast komplett für uns tot ist”, sagt Hans-Peter Holterbosch, der die Reserve des TSV Wachtendonk/Wankum trainiert. Sein Kollege Andreas Holla sagt das gleiche über den Juni: „Wir Amateure sind doch von der WM oder EM gar nicht betroffen, von uns wird nie jemand zu diesen Turnieren abbestellt”, begründet Holla.

Sevelens Trainer Gunnar Gierschner bringt mit dem Verlegen der Spiele in den Sommer einen interessanten Aspekt in die Diskussion: „Ich behaupte, dass es mehr Zuschauer bei den Amateurspielen geben würde, wenn man im Sommer statt im kalten Winter spielt.”

Überhaupt haben die Trainer wenig Angst davor, dass wegen der Ferienzeit Terminprobleme entstehen. Im Juni, so der Tenor, sei diese Problematik noch nicht so akut.

Ein angenehmer Nebeneffekt: „Die Winterpause kann zugleich verlängert werden. So hätten wir nicht mehr mit dem Frost und dem Schnee zu kämpfen”, sagt Jan Schröers.


 
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