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Handball: Trend zeigt steil nach oben

VON REINHARD PÖSEL - zuletzt aktualisiert: 22.11.2008

In der Handball-Oberliga der Männer trifft der TV Aldekerk heute Abend in einem vorgezogenen Meisterschaftsspiel auf den TB Wülfrath. Anwurf in der Fliethhalle ist um 19.30 Uhr.

Aldekerks Kreisläufer Markus Nacken (Mitte) behauptet trotz harter Bedrängnis den Ball.  Foto: RPO
Aldekerks Kreisläufer Markus Nacken (Mitte) behauptet trotz harter Bedrängnis den Ball. Foto: RPO

„Jedem Anfang wohnt ein Zauber inne“, heißt es bei Hermann Heese. Von diesem Zauber spiegelt auch der soeben begonnene Siegeszug des TV Aldekerk etwas wider. Zunächst fegten die Handballer von Trainer Heesen im Hurrastil über die Platte am Europaring, dass der prächtig in die Saison gestartete TV Ratingen schon nach 30 Minuten hoffnungslos im Hintertreffen lag. Auch der bis zu diesem Zeitpunkt noch ungeschlagene Tabellenführer Borussia Mönchengladbach zeigte sich dem aufblühenden Aldekerker Schwung nicht gewachsen und knickte insbesondere unter der Treffsicherheit des ballsicheren und beweglichen Stefan Pietralla ein. Der etatmäßige Linksaußen, der in der vorgeschobenen Abwehrposition für seine Mannschaft wie ein Sechser im Lotto ist, schlüpfte sogar für diese eine Begegnung mit 15 Toren in die Rolle des Haupttorschützen.

Info

ATV setzt erneut Bus ein

Viele Anhänger hatten am vergangenen Sonntag die Gelegenheit wahr genommen und waren mit dem vom Verein eingesetzten Bus zum Spiel nach Remscheid gefahren. Auch zum heutigen Spiel (Anwurf: 19.30 Uhr) beim Aufsteiger in Wülfrath besteht für die Anhänger des TV Aldekerk eine Mitfahrgelegenheit. Treffpunkt ist um 17 Uhr das Schnakenhaus in der Aldekerker Dorfmitte.

Am vergangenen Sonntag im Gastspiel bei der HG Remscheid überließ Pietralla die Spitze in der Torjägerliste wieder seinem Kollegen Christoph Kleinelützum, der sich in dieser Saison und ganz besonders mit Beginn der in Ratingen begonnenen Erfolgsserie von einer bemerkenswert selbstbewussten Seite präsentiert. Ein Beleg hierfür war gerade das Spiel in Remscheid, wo Kleinelützum trotz phasenweiser Manndeckung und einem nicht verwandelten Siebenmeter nicht für einen Moment einknickte, wie es in der vergangenen Spielzeit noch der Fall gewesen wäre. Stattdessen nahm sich der 26-Jährige – nach kurzer Siebenmeter-Pause – wieder den Ball und jagte ihn in die Maschen – in immer neuen Varianten. Bis schließlich auch der Remscheider Hallensprecher kein Problem mehr hatte, der Aldekerker Nummer zehn den richtigen Namen zuzuordnen, den der Mann am Mikro zu Beginn des Spiels noch nicht auf seiner Liste hatte.

ATV-Trainer Burkhard Heesen. Foto: RPO

Der Zauber, der dem Aldekerker Spiel und dessen Protagonisten auf dem Feld und abseits davon inne wohnt, lässt sich an weiteren Momenten im Spiel festmachen, deren singuläre Würdigung der Gesamtsicht eines verdient gewonnenen Spiels häufig unberechtigterweise zum Opfer fällt. Die Arbeit von Markus Nacken am Kreis gegen den nicht zimperlich zupackenden Innenblock der Remscheider Abwehr gehörte am vergangenen Sonntag dazu. Wie auch die aus großem Tempo heraus, ohne Blickkontakt gespielten Pässe durch Lars Wittwer. Das zeugt von Selbstvertrauen beim Passgeber und gibt den Blick frei auf die Trainingsarbeit. Ohne ein im Übungsbetrieb geschärftes Zutrauen in das Gelingen solch Risiko behafteter Spielzüge bedient man sich dieser später nicht.

Trotz dieser guten Phasen erkannte Trainer Heesen am vergangenen Sonntag, dass sein Mittelmann im Angriff etwas überdreht gewirkt habe, wie er sagte, und übertrug Wittwers offensiven Part Marian Kurtz, der nach einer nur kurzen Eingewöhnungszeit die Fäden des Aldekerker Angriffspiels sehr effektiv in die Hand nahm. Geduldig verwaltete Kurtz die Ballläufe, bis die Wurfposition schließlich eine hinreichend gute war. Das hob die Leistung des ehemaligen Hiesfelders von der eigenen, bisher gezeigten Leistung im Aldekerker Trikot wohltuend und erfreulich positiv ab. Mit dieser Spielweise ist Kurtz ein Aktivposten innerhalb des Aldekerker Kaders.

Kurzes Fazit: Die Handballer des TV Aldekerk finden allmählich zu der Form der letztjährigen Rückserie zurück, in der sie ihre Anhänger mit einer durch den Gegner kaum zu unterbindenden Lust am Handballspiel vorzüglich unterhielten.

Quelle: RP

 
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