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Fußball: Überraschung: Aus für Behlke

VON MICHAEL BÜHS - zuletzt aktualisiert: 10.05.2007

Vor fünf Tagen wurde der 52-Jährige vom Vorstand des SV Sevelen informiert, dass man in der kommenden Saison nicht mehr mit ihm plant. In der Kreisliga A soll Gunnar Gierschner als Spielertrainer übernehmen.

Im Siegesrausch lässt sich manches leichter verkraften. Dies dachten sich wohl auch die Verantwortlichen des SV Sevelen und überbrachten am Sonntag nach dem 5:2-Erfolg in Veert die ernüchternde Botschaft: Das Engagement von Rainer Behlke als Trainer beim Bezirksliga-Absteiger endet mit der laufenden Saison. Die Nachricht kam für den 52-Jährigen „schon überraschend, im Vorfeld hatte es vom Vorstand keinerlei Signale in diese Richtung gegeben“.

Konkrete Gründe seien ihm nicht genannt worden, sagt Behlke. „Man hat auch meine Arbeit nicht kritisiert“, sagt der Noch-Coach, „mir wurde nur mitgeteilt, dass man sich für einen anderen Trainer entschieden habe.“ Dieser neue Mann ist ein alter Bekannter in Sevelen: Gunnar Gierschner.

Er soll, wenn es seine Gesundheit zulässt, als Spielertrainer arbeiten. „Wir wollten schon im Winter einen Spielertrainer holen, der höherklassig gespielt hat“, erklärt Fußball-Obmann Thomas Vester. Dies klappte nicht, so wurde Behlke engagiert, ausgestattet mit einem Halb-Jahres-Vertrag. Vor knapp drei Wochen nahm Vester erneut Kontakt zu Gierschner auf. Dem derzeitigen Akteur des SV Walbeck wurde ein Angebot als (Spieler-)Trainer unterbreitet. Ende vergangener Woche sagte Gierschner zu, „dann haben wir sofort Rainer Behlke informiert“, sagt Vester.

Der amtierende SV-Coach kann sich mit diesem Ablauf der Dinge nur bedingt anfreunden. Er hätte sich ein „professionelleres Verhalten“ des Vorstands gewünscht: „Normalerweise gebietet es die sportliche Fairness, zuvor Gespräche mit den aktuellen Verantwortlichen zu führen und sie nicht vor vollendete Tatsachen zu stellen.“ Er selbst sei, ebenso wie die Co-Trainer Heiko Kuhlmann und Stefan Angenvorth und auch die gesamte Mannschaft, enttäuscht über die Entscheidung. „Zwischen dem Trainergespann und dem Team herrscht ein sehr gutes Verhältnis“, versichert Behlke.

So hatten die drei Übungsleiter bereits intensiv am Kader für die neue Saison in der Kreisliga A gearbeitet und Gespräche mit Spielern geführt, worüber der Vorstand informiert war. Von den Planungen seiner „Chefs“ wurde Behlke dennoch nicht unterrichtet.

„Wir sind alle keine Profis und machen Fehler“, gibt Obmann Vester zu, „vielleicht hat Rainer da mehr Erfahrung.“ Doch habe man bewusst nicht über die Verhandlungen mit Gierschner gesprochen. „Das hätte die Arbeit im Abstiegskampf nicht erleichtert“, meint Vester und betont: „Wir können Rainer Behlke nichts vorwerfen, der Abstieg ist nicht ihm anzulasten.“ Es sei immer eine gute und angenehme Zusammenarbeit gewesen.

Der Trainer selbst sagt, er hege bei aller Enttäuschung keinen Groll gegen den Vorstand. „Ich wünsche der Mannschaft und dem neuen Trainer viel Glück.“

Quelle: RP

 
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