Volleyball: VCE dominiert das Spitzenspiel
VON FRITZ HOLTMANN - zuletzt aktualisiert: 16.01.2012Volleyball (RP). Die Volleyballerinnen vom VC Eintracht Geldern feierten gegen Verfolger SV Bayer Wuppertal dank überzeugender Leistung einen 3:1 (19:25, 25:15, 25:17, 25:20)-Erfolg. Dieser Sieg bedeutete zugleich die Halbzeitmeisterschaft.
Als der große Jubel nach Gelderns Vier-Satz-Sieg über den bisherigen Tabellenzweiten Bayer Wuppertal bereits abebbte, war in der Halle an der Landwehr noch ein ganz besonderer Moment inniger Glückseligkeit zu beobachten.
Eng umschlungen standen Vater und Tochter, der Vorsitzende des VC Eintracht, Hartmut Harmsen, und Gelderns überragende Außenangreiferin Lisa Harmsen, auf dem Spielfeld und vergaßen für einen Augenblick die Welt um sich herum.
Dieser Moment des Glücks und der Ruhe tat gut, denn eine ebenso nervenaufreibende wie hochklassige Partie lag hinter Gelderns Spielerinnen. Und auch hinter den Anhängern, unter denen Jugendwartin Marie-Louise Harmsen kurz nach dem Anpfiff die eigene Anspannung hinter der Aussage zu verstecken versuchte: "Die Mädchen sind alle richtig nervös."
Statistik
Zuspiel: Johanna Gastens, Lena Stutzinger
Diagonalangriff: Laura Kanders, Leonie Schepers, Linda Kanders
Außenangriff: Anna Valentin, Lisa Harmsen, Hanna Stutzinger
Mittelblock: Laura Höing, Anna Stammen
Libera: Julia Kanders, Lisa Raeth
Es stimmte, denn das Team des Tabellenführers fand im ersten Satz des Spitzenspiels nicht in seinen Rhythmus. Das lag einerseits an vielen kleinen Unzulänglichkeiten beim VCE selbst, aber mehr noch am starken Start der Gäste, die sofort 5:1 vorn lagen.
Von Gelderns kurzer Aufholjagd bis 11:12 ließ sich der SV Bayer nicht beeindrucken. Postwendend kam der Konter zum 18:11 und die Weichen zu Wuppertals verdienter 1:0-Führung waren damit gestellt. Die Reaktion auf diesen Rückstand kam seitens des ungeschlagenen Spitzenreiters prompt und in beeindruckender Art und Weise.
Eintracht-Trainer Thomas Cöhnen urteilte nach dem 3:1-Erfolg, mit dem sich seine Schützlinge die Halbzeitmeisterschaft und vor dem Beginn der Rückrunde auch jeweils vier Punkte Vorsprung auf die Verfolger Ronsdorf, Hünxe und Wuppertal sicherten: "Im zweiten Satz hat die Mannschaft sehr guten Volleyball gezeigt. Das war wirklich das Beste, was wir in dieser Saison gespielt haben."
Die stärksten Akteurinnen seiner ab dem zweiten Satz wie aus einem Guss spielenden Mannschaft ließ Cöhnen in seiner Analyse nicht außen vor. "Johanna Gastens hat unser Spiel großartig gelenkt. Anna Valentin hat eine ganz tolle Partie gezeigt, und Lisa Harmsen war im Angriff überragend."
Vom wichtigen eigenen Anteil am Sieg sprach Gelderns Trainer nicht. Er bewies Mitte des zweiten Satzes bei der überraschenden Einwechslung von Nachwuchsspielerin Leonie Schepers für die gesundheitlich angeschlagene Laura Kanders einmal mehr sein goldenes Händchen.
Die junge Angreiferin fügte sich bei ihrem Verbandsliga-Debüt gut ins prächtig laufende Spiel des VCE ein, obwohl sie nach Spielschluss ehrlich zugab: "Ich war unheimlich nervös."
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