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Fußball: Weg vom Schleuderstuhl

VON DANIEL GONZALES - zuletzt aktualisiert: 21.07.2007

Wie in de Vorjahren wird die RP-Sportredaktion in einer Serie in den kommenden drei Wochen die Mannschaften bis zur Kreisliga A vorstellen. Heute: Der SV Sevelen. Mit Gunnar Gierschner tritt dort ein neuer Spielertrainer, der für Konstanz auf dem Trainerstuhl sorgen soll.

Info

Der Kader

Tor:

Stefan Angenvorth (41) Tobias Bachor (19)

Abwehr:

Jörg Friedrich (20)

Pascal Götz (19)

Stefan Klebedanz (25)

Björn Krabbe (19)

Heiko Kuhlmann (38)

Bastian Orth-Götz (20)

Michael Rörthmanns (23)

Jörg van Bernum, Jörg (27)

Mittelfeld:

Marcel Bachor (27)

Gregor Breidenstein (27)

Pascal Engels (19)

Gunnar Gierschner (30)

Mark Helmes (19)

Torben Marx (22)

Ralph Reichert (36)

Thomas Scharfschwerdt (27)

Andre Schetter (28)

Michael Spizak (22)

Henning Soppe (28)

Angriff:

Marcel Engels (20)

Martin Rörthmanns (24)

Michael Stenmanns (25)

Thomas van Bergen (20)

Abgänge: Dirk Hegmans Andre Engels (beide SV Walbeck), Falk Hübinger (unbekannt), Mario Fischer (Karriereende)

Zugänge: Tobias Bachor, Pascal Engels, Mark Helmes, Björn Krabbe (alle eigene A-Jugend); Ralph Reichert (reaktiviert), Thomas van Bergen (2. Mannschaft), Gunnar Gierschner (SV Walbeck)

Sevelen Als Absteiger aus der Bezirksliga muss sich der SV Sevelen gegen eine ganze Reihe schlechter Beispiele profilieren, die es schafften, glanzvoll den Durchmarsch in die Kreisliga B zu vollbringen. Dazu gehörten im Vorjahr der GSV Geldern und der FC Aldekerk, im Jahr davor der SV Herongen. Dass dies nicht geschieht, dafür soll der neue Coach Gunnar Gierschner sorgen.

Der Trainer

Die Ansprüche an einen Mann, der fast zehn Jahre in der Bezirks- und Landesliga gegen den Ball trat, sind natürlich hoch. Gunnar Gierschner (30) soll aber vor allem für eines sorgen: Dass der Trainerstuhl beim SV Sevelen kein Schleuderstuhl mehr ist. Lange suchen musste er den Koetherdyk nicht: Er spielte in der Jugend und in seinem ersten Seniorenjahr für den SV Sevelen. Außerdem wohnt Gierschner in Hartefeld, schlappe sechs Kilometer vom Platz entfernt. Die ersten Wochen in ungewohnter Umgebung stimmen ihn positiv. „Ich bin gut aufgenommen worden. Die Arbeit mit den Jungs macht Spaß, weil die Mischung aus älteren und jungen Spielern stimmt.“

Das Ziel

Als jemand, der die Kreisliga A bestenfalls aus der Zeitung kennt, hält Gierschner gekonnt den Ball flach. „Das gesicherte Mittelfeld wäre toll. Ich weiß, wie schnell man in dieser Liga unten rein rutschen kann.“ Oder eben auch oben mitkicken kann, siehe der TSV Nieukerk in der vergangenen Saison.

Die Stärken

Seit Jahren versuchen andere Vereine, Stürmer Martin Rörthmans aus Sevelen wegzulocken. Dieser Mann besitzt Qualitäten, einen Gegner im Alleingang auseinanderzunehmen, gilt aber auch als launische Diva. Trotzdem bleibt die Offensive das Prunkstück des SV, was Leute wie Michael Stenmans, Marcel Bachor oder Gregor Breidenstein unterstreichen. Nicht zu vergessen der Spielertrainer selbst, der im offensiven Mittelfeld zu Hause ist und mit der Wintervorbereitung ab Januar wieder eingreifen möchte. Stark schätzt der neue Trainer die Spieler aus der A-Jugend ein, die in die Leistungsstaffel aufgestiegen waren. Allen voran Mark Helmes. „Was der in den ersten Testspielen hat aufblitzen lassen, ist stark. Gegen Kapellen hat der in der Offensive eine Top-Partie gespielt“, berichtet Gierschner. Auch Torhüter Tobias Bachor oder Pascal Engels seien talentiert.

Die Schwächen

Ein eingeschworener und eingespielter Haufen zu sein, kann viele Vorteile haben – aber auch Nachteile. Immer wieder kamen in den letzten Jahren, als es nicht so lief, Gerüchte über Klüngel und Lustlosigkeit auf. Dies zu verhindern bleibt eine der Aufgaben von Gierschner. Außerdem kann in schwierigen Phasen der Saison ein allzu junger Kader Schwierigkeiten mit sich bringen. In der Defensive muss erst einmal der Abgang von Dirk Hegmans und Torwart Andre Engels verdaut werden.

Die Favoriten

Die Teams, die auch im Vorjahr oben mitgemischt haben, sieht Gierschner in der Favoritenrolle. Dazu gehören der Uedemer SV und der SV Straelen III, „was auch die bisherigen Ergebnisse in der Vorbereitung zeigen“, so der Coach.

Die RP-Prognose

Auch wenn in der Kreisliga A Prognosen in den letzten Jahren so schwierig waren wie den Jackpot zu knacken im Lotto, dürfte der SV Sevelen unter normalen Umständen nichts mit dem Abstieg zu tun haben. Nach oben hin werden sich mindestens ein halbes Dutzend Mannschaften um den Aufstieg balgen, wozu auch Aufsteiger wie SGE Bedburg-Hau und der SV Hö./Nie. II beitragen. Der SV Sevelen kann in diesem Sextett mitspielen, sofern die Truppe die Vorrunde passabel übersteht und in der Rückrunde mit den Offensivqualitäten eines Gunnar Gierschners weiter Konstanz bekommen würde.

Quelle: RP

 
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