Fußball: Zweikampf an der Spitze
VON ANDRÈ WILMSEN - zuletzt aktualisiert: 09.02.2012Fußball (RP). Nach 16 Spieltagen liegt der SV Straelen II mit 41 Punkten drei Zähler vor dem ärgsten Rivalen aus Wachtendonk. Am Tabellenende kämpfen der Kevelaerer SV, Viktoria Winnekendonk und der SV Walbeck um den Ligaverbleib.
SV Straelen II: Die Reserve des SVS hatte vor Saisonbeginn in punkto Meisterschaft niemand auf der Rechnung. "Das Team ist heiß auf Fußball. Es ist super, was meine Jungs in der Hinrunde gezeigt haben", lobt Trainer Rainer Filla seine Schützlinge. Als Favorit um den Aufstieg sieht er seine Mannschaft allerdings nicht. Der SVS II legte mit einem 6:1-Heimerfolg über den Rivalen 1. FC Kleve II los und ließ sich anschließend nur noch einmal von Broekhuysen (3:4) stoppen. Das Spitzenspiel gegen den Zweiten TSV Wa./Wa. endete torlos. "Dazu kommen Partien wie in Walbeck oder Veert, die wir glücklich gewonnen haben", gesteht Filla, der im TSV Wa./Wa. den Topfavoriten sieht.
TSV Wachtendonk/Wankum: Der Zweitplatzierte ist das einzige noch ungeschlagene Team in der Bezirksliga. "Mit der Serie kann man sehr zufrieden sein. Wir haben mehr erreicht, als wir vor der Saison angestrebt haben. Das einzige Problem ist, dass Straelen einen sehr guten Lauf hingelegt hat", sagt Trainer Frank Goldau. Den Erfolg seines Teams begründet er neben der guten Kaderverstärkung vor allem in der Arbeit gegen den Ball. Der TSV kassierte in 16 Partien lediglich zwölf Gegentore. "Wir wollen an Straelen dran bleiben und selber keine Fehler machen", gibt Goldau als Marschroute vor.
Wechsel in der Winterpause
Winnekendonk: Zugänge: Christoph Elbers (reaktiviert) Abgänge: Björn Schaap (TSV Wa./Wa.). TSV Wa./Wa.: Zugänge: Björn Schaap (Winnekendonk), Morad Jafoui (Fichte Lintfort) Abgänge: Peter Orlowski (Karriereende). SF Broekhuysen: Zugang: Alexander Rosengarten (vorher Walbeck, seit September abgemeldet). SV Sevelen: Abgang: Keven Kuhlmann (FC Aldekerk).
Die Sportfreunde Broekhuysen haben die Zusammenarbeit mit den Trainern der ersten und zweiten Mannschaft, Marc Kersjes und Christoph Terhardt, über die Saison hinaus um ein Jahr verlängert.
SV Sevelen: Trainer Wilfried Steeger ist mit dem Saisonverlauf sehr zufrieden. "Wir haben uns vor der Spielzeit zwei Ziele gesteckt: Wir wollten den Nachwuchs integrieren und mehr Punkte als in der Vorsaison holen", erklärt Steeger. Mit aktuell 30 Punkten fehlen dem Viertplatzierten nur noch zwölf Zähler gegenüber dem Vorjahr. "Wir wollen unter den ersten Vier bleiben, nach ganz oben reicht es nicht", fügt Steeger an. Nach einem sehr guten Start und der zwischenzeitlichen Tabellenführung verlor Sevelen die Topspiele gegen den TSV Wa./Wa. (3:6) und SV Straelen II (3:5) unglücklich. Trotzdem zeigte der SV keinen Einbruch.
Sportfreunde Broekhuysen: Nach der guten Vorsaison rechneten die Verantwortlichen in diesem Jahr mit kleineren Rückschlägen "Die Gegner sind konzentrierter als in unserer ersten Bezirksliga-Saison", glaubt Spielertrainer Marc Kersjes. Doch trotz vieler Verletzungen startete sein Team gut. Nach einer zwischenzeitlichen Niederlagenserie von sechs Spielen gelang den Sportfreunden erst am 15. Spieltag gegen Winnekendonk wieder ein Erfolgserlebnis. "Die Negativserie hielt länger als gedacht. Aber das waren wichtige Erfahrungen für uns", sagt Kersjes. Nun will der Tabellensechste an das positive Ende der Hinserie anknüpfen und eine größere Konstanz an den Tag legen.
SV Veert: Die Schwarz-Gelben "stehen auf dem neunten Rang nicht verkehrt". Wenngleich sich Trainer Christoph Gesthüsen vier oder fünf Punkte mehr ausgerechnet hat. "Wir stehen defensiv sehr gut. Allerdings ist die Torausbeute verbesserungswürdig", so das Fazit. Der Aufsteiger präsentierte sich gegen Kevelaer (0:1) oder Winnekendonk (1:4) von seiner schlechten Seite, zeigte bei der Aufholjagd gegen Aufstiegsaspirant Fichte Lintfort dagegen Moral. "Wenn wir konstanter auftreten, bleiben wir sicher drin", gibt Gesthüsen als Ziel aus, der den Verein im Sommer verlässt (die RP berichtete).
SV Walbeck: Der SV Walbeck startete nach dem Umbruch im Team und dem Abgang vieler Leistungsträger schlecht in die Saison. Nach nur einem Sieg in sechs Partien war der SV Letzter. "Die Mannschaft musste sich neu finden", erklärt Trainer Andreas Holla. Doch das Umfeld blieb ruhig und vertraute Holla und seinem Team. "Dafür muss ich mich beim Verein bedanken. Wir konnten konzentriert weiterarbeiten." Das zahlte sich aus. Walbeck kletterte nach drei Erfolgen und einem Punktgewinn in Homberg auf den zwölften Platz. "Wir haben viel Leidenschaft und Willen gezeigt und gegen Ende der Hinrunde auch attraktiven Fußball geboten", lobt Holla sein Team. Ziel bleibt der Klassenerhalt.
Viktoria Winnekendonk: "Wir möchten die letzte Hälfte der Hinserie aus dem Gedächtnis streichen", sagt Trainer Sven Kleuskens. Nach einem guten Saisonstart ließ seine Truppe "stark nach". "Die Partien sind sehr ausgeglichen. Deswegen muss man auf diesem Niveau jeden Sonntag 100 Prozent geben. Das schaffen wir nur im Kollektiv", fügt Kleuskens an. Nach den Niederlagen gegen Broekhuysen und den KSV rangiert die Viktoria derzeit auf einem Abstiegsplatz. "Wir sind froh, wenn es wieder losgeht. Wir haben einiges gut zu machen", sagt Kleuskens. Zur Rückrunde wird Christoph Elbers reaktiviert, der den Konkurrenzkampf zwischen den Pfosten beleben soll.
Kevelaerer SV: Nach schwachem Start gelang es dem KSV, mit Siegen gegen den SV Veert und in Winnekendonk den Abstand zu den Nicht-Abstiegsplätzen zu verkürzen. "Wir sind froh, dass wir die Kurve gekriegt haben", sagt Trainer Horst Gecks. Erst am sechsten Spieltag gelang der erste Dreier beim 3:0 in Kleve. "Durch die Niederlagen war der ein oder andere Spieler infiziert und rief weniger von seinem Potenzial ab", erklärt Gecks. "Wir brauchen die Stabilität der letzten beiden Begegnungen für die nächsten schweren Aufgaben in der Rückrunde." Auftaktgegner ist der Tabellenzweite TSV Wa./Wa.
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