Goch: Abenteuer Lesen: Dinner ohne Alibi
zuletzt aktualisiert: 30.05.2008Goch (RPO). UEDEM / GOCH (rim / RP) Sie lebe beim Schreiben das aus, was sie als Kind gerne selber an Abenteuer erlebt hätte, verriet Alexandra Fischer-Hunold schmunzelnd. Für Jungen und Mädchen sei es schön, in der Phantasie überall hinreisen zu können, sich andere Welten durch das Lesen zu erschließen. Zudem „müssen die Kinder heute so viele Texte verstehen. Daher ist es ganz wichtig, dass sie ihr Textverständnis früh ausbilden“. Beim Lesen geschehe das, ohne dass es die Kinder merken.
„Zum Dinner ohne Alibi“
Der Verein der Freunde und Förderer der Geschwister-Devries-Schule Uedem hatte die Kinder- und Jugendbuchautorin in Kooperation mit der Buchhandlung Völcker an die Grundschule geholt. Dort stellte sie in zwei Lesungen den Schülern und Schülerinnen der Jahrgangsstufe 3 den Ratekrimi „Zum Dinner ohne Alibi“ der „Tatort Erde“-Serie vor. Im Gespräch mit den Jungen und Mädchen gab die Münsteranerin kurze Erläuterungen zum Land sowie den Gepflogenheiten in Großbritannien, wo die Geschichte spielt. Dann nahm sie ihre Zuhörer mit auf die Reise nach Derbyshire. Gemeinsam mit den drei Hauptfiguren Lindsay, Jack und Megan deckte die Autorin mit den Pennälern Ungereimtheiten auf oder knackte den Code des verschollenen Großonkels. „. . . und kam in Begleitung von . . . – wenn Ihr wissen wollt, wie es weitergeht, dann müsst ihr selber weiterlesen“, endete Fischer-Hunold nach knapp einer Stunde mit einem verschmitzten Lächeln.
Ein lautes „Ohhh“ zog durch das Forum. Zu gerne hätten die Kinder noch mehr erfahren. Viele nutzten daher die Gelegenheit, das Buch im Anschluss zu kaufen und von der Autorin signieren zu lassen. In der Gesprächsrunde zum Abschluss der Lesung waren die Drittklässler nicht schüchtern. Fragen nach Büchern, dem peinlichsten Erlebnis, dem Alter oder dem Lieblingsbuch wurden gestellt, einige Kinder erzählten sogar, dass sie selber Geschichten schreiben, wofür sie ermunternde Worte der Autorin erhielten.
Ihre Lesereise führte Alexandra Fischer-Hunold auch nach Goch, wo sie im Rahmen der Projekttage an der Arnold-Janssen-Schule zu Gast war. „Zauberhafte Lesezeit“, so lautete das Motto des dreitägigen Angebotes, das bereits seine neunte Auflage erlebte. Während die Jungen und Mädchen des ersten Schuljahres ein „Elmar“-Buch erstellten und die Stadtbücherei besuchten, ging es in den zweiten Klassen um das Thema „Rund um den Zoo“. Ergebnis der intensiven Auseinandersetzung – unter anderem mit differenzierten Leseaufgaben – wird ein eigenes Zoo-Buch sein. Im dritten Schuljahr stand das Kinderbuch „Ben liebt Anna“ von Peter Härtling im Mittelpunkt, das ebenfalls im Rahmen einer eigenen Werkstatt erarbeitet wurde. In der vierten Klasse befassten sich die Schüler und Schülerinnen mit Astrid Lindgens und „Ronja Räubertochter“ oder schrieben eigene Texte für ein „Klassenbuch“, das sie an ihre Grundschulzeit erinnern soll. Ein Vorlesewettbewerb und – auch mit Unterstützung von Völcker und des Förderkreises der Schule – zwei Lesungen von Alexandra Fischer-Hunold vervollständigten das Programm.
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