Goch: "Ärztin ist abgesprungen"
zuletzt aktualisiert: 10.09.2009Goch (RPO). Kranenburg Die ärztliche Versorgung in der Gemeinde Kranenburg ist weiterhin miserabel. Zum 1. September sollte die gebürtige Kleverin Dr. Dorothee Martens in einer neuen Praxis sich um das Wohlbefinden der Bürger kümmern. Warum die Gemeinde in dieser Kategorie weiterhin am Stock geht, erklärt Rainer Zeitz, Geschäftsführer des Medizinische Versorgungszentrum (MVZ) KleMed aus Kellen, das die Niederlassung eröffnen wollte.
Wo bleibt die angekündigte Ärztin?
Rainer Zeitz Sie ist abgesprungen und hat kurz vorher gekündigt. Die Verträge waren alle unterschrieben, aber sie hat es sich anders überlegt. Die Entscheidung ist zu bedauern, man muss sie aber akzeptieren.
Gab es Schwierigkeiten bei der Beschaffung von Praxisräumen?
Zeitz Nein. Die Räumlichkeiten über der Filiale der Volksbank Kleverland am Markt sind für eine Praxis geeignet und stehen auch zur Verfügung. Es lag alleine daran, dass die Ärztin plötzlich andere Vorstellungen hatte.
Was bedeutet das für die Kranenburger Bürger? Geht die Suche und der Kampf um das Budget von vorne los?
Zeitz Die Suche ja, der Kampf ums Budget nicht. Wir hatten eine Interessentin, die jedoch ihre Facharztausbildung noch nicht abgeschlossen hat. Das höhere Budget, was die Kassenärztliche Vereinigung zugesagt hat, bleibt bestehen. Das hilft bei der Suche. Jeder Allgemeinmediziner, der Interesse hat, kann sich dort niederlassen. Wir bemühen uns weiter darum, schnell einen Arzt zu finden, doch sind wir sicherlich nicht die einzigen, die sich auf dem Gebiet engagieren. Bürgermeister Günter Steins hat ja auch im Vorfeld immer versucht, an einer Lösung mitzuwirken.
Das Gespräch führte Peter Janssen.
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