Goch: AgroFoodLink: Blick über die Grenze
VON MICHAEL BÜHS - zuletzt aktualisiert: 29.10.2009Goch (RPO). Weeze Eine Zahl ließ Hans-Josef Kuypers zufrieden dreinschauen: "220 Teilnehmer – damit hatten wir nicht gerechnet", sagte der Chef der Kreis Klever Wirtschaftsförderung erfreut. Schon vor dem Ende des ersten Kongresses der Initiative AgroFoodLink am Airport Weeze konnte Kuypers ein positives Fazit ziehen. "Es ist erstmals gelungen, Leute aus verschiedenen Bereichen des AgroFood, wie Handel, Produktion, Zulieferer und Technologie, in einen Dialog zu bringen."
Gespräche und Workshops
Zahlreiche Vertreter von Unternehmen aus der Agrarwirtschaft und Lebensmittel-Industrie, aber auch der Wissenschaft, waren der Einladung gefolgt. In Gesprächen, Workshops und bei einem Informationsmarkt wurde versucht, "über einen Austausch die verschiedenen Problemchen zu lösen", berichtete Kuypers.
Zur Zielsetzung der Initiative sagte AgroFoodLink-Vorsitzender Lei Heldens: "Wir wollen die internationale, grenzübergreifende Zusammenarbeit fördern und dafür sorgen, dass neue Verbindungen zwischen mittelständischen Betrieben entstehen." Dabei, so betonte Heldens, wolle man keinesfalls bestehende Initiativen verdrängen. Gertrud Hoenselaar von der Kamer van Koophandel Centraal Gelderland in Arnheim erklärte, es gäbe bereits Hunderttausende von Verbindungen, die regional in den Provinzen und Landkreisen sehr gut funktionierten. "Wenn wir aber die deutsch-niederländisch-belgische Region global aufstellen und besser positionieren wollen, müssen wir grenzübergreifend zusammenarbeiten", sagte Hoenselaar weiter.
Es gehe darum, Kräfte zu bündeln und zu stärken. Die Projekte der Initiative sollen die Unternehmen in AgroFoodLink weiterbringen. So können sie von der engen Zusammenarbeit mit verschiedenen Universitäten profitieren oder auch beim Blick über den Tellerrand – das heißt die Grenze – von anderen Firmen sich etwas abgucken. "Nicht alles ist kompatibel", gab Hoenselaar zu, "aber beide Seiten können in vielen Bereichen voneinander lernen."
Beispielhaft
So nannte Kuypers das Beispiel der AgroParks. "Da sind die Niederlande beispielhaft", meinte der Wirtschaftsförderer und kündigte an: "Wir werden dies auch im Kreis Kleve vorantreiben." Ein anderer Bereich sei das Thema Nachhaltigkeit, sagte Getrud Hoenselaar, etwa bei der Abfallverwertung im Gartenbau: "Von den gewonnenen Erkenntnissen können schon kleine Unternehmer profitieren."
- RP ONLINE
- Kontakt
- AGB
- DATENSCHUTZ
- Impressum



