Goch: Als die Vögel noch Dinos waren
VON ANJA SETTNIK - zuletzt aktualisiert: 04.01.2010Goch (RPO). Wer an diesen kalten Wintertagen den Plantaria-Park besuchen möchte, ohne sich viel draußen aufzuhalten, bekommt dennoch einiges geboten. In den temperierten Hallen kreucht und fleucht so einiges.
Zeiten, Preise
Seit dem 1. November bis zum 28. Februar 2010 ist der Park täglich von 10 bis 16 Uhr geöffnet (im Sommer bis 18 Uhr).
Günstig im Winter: Bis zu drei Kinder haben in Begleitung eines voll zahlenden Erwachsenen (7,50 Euro) freien Eintritt.
Bis Dreijährige kommen immer kostenlos rein.
Wer die weitläufige Anlage zum Spazierengehen, Klettern und Toben nutzen möchte, ist in diesen Wochen nicht ganz so gut bedient. Wer aber wegen der Tiere und Pflanzen ins Plantaria kommt, der kann auch im Winter viel erleben. Sogar Bereiche, die bei gutem Wetter vielleicht eher zu kurz kommen.
Im Südamerika-Haus zum Beispiel leben seit etwa einem Jahr die Mantiden, die Gottesanbeterinnen. Gespenstschrecken und andere Arten verlangen genaues Hinsehen. Bei flüchtigem Blick in die Terrarien kann man die filigranen Tiere, die sich ihrer grünen Umgebung bestens anpassen, kaum erkennen. Die Vogelspinnen allerdings ruhen sich derzeit im Winterquartier aus und sind nicht zu sehen.
Viele der Säugetiere, die im Laufe der Zeit angeschafft wurden, um nicht nur den Vogel- und Blumenfreunden etwas zu bieten, sind auch bei schlechtem Wetter zu sehen – wenngleich sie sich dann auch gerne verstecken. Alpakas und Nandus, Kängurus und Wölfe (sie bezogen ihr Gehege vor wenigen Monaten) sind draußen zu bewundern, Leguane und die quirligen Katta-Halbaffen kann man im Trockenen besichtigen.
Ein großer Schwarm Koi-Karpfen dürfte Fisch-Fans gut gefallen. Kindern auch, denn die farbenprächtigen Schwimmer sind sehr zutraulich und padeln mit weit geöffneten Mäulern knapp unter der Wasseroberfläche herum, um ihren Appetit anzuzeigen.
Aus Automaten lässt sich geeignetes Futter ziehen. Die Greifvögel in ihren Volieren sind zwar auch da, auf Flugschauen müssen die Besucher im Winter jedoch verzichten. Immer zur Stelle sind die Bewohner des Streichelzoos: Esel, Schafe, Minischweine, Kaninchen und Meerschweinchen. Letztere hoppeln auch im Indoor-Kinderspielbereich herum.
Interessant ist eine Ausstellung über die Verwandtschaft von Dinosauriern und (heutigen) Vögeln. Neben Versteinerungen sind im zentralen Gebäude und draußen verschiedene Rekonstruktionen zu sehen, so etwa der kleine, flinke Räuber Compsognathus, der imposante, fast achte Meter lange und dreeinhalb Meter hohe Pflanzenfresser Triceratops oder der Flugsaurier Pteranodon mit einer Flügelspannweite von über 5 Metern.
Es dauerte einige Millionen Jahre, bis aus Reptilienschuppen Federn wurden. Welch schöne Arten diese Entwicklung herausbrachte, lässt sich im Plantaria etwa 1000-fach bestaunen. Im Mittelpunkt stehen Papageien und Hühnervögel.
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