Goch: Auf ein Schwätzchen ins Café
VON ANJA SETTNIK - zuletzt aktualisiert: 03.07.2008Goch (RPO). Das ehemalige Potthaus-Café hat eine neue Pächterin und einen neuen Namen. Im „Café Schwätzchen“ soll es leckeren Kuchen, aber auch Salate, Eintöpfe und andere Speisen geben. Im Juli geht’s los.
Es wird einen neuen Namen bekommen. Weil es nicht so weitergehen soll, wie es begonnen hat: Das Potthaus-Café, das in den wenigen Jahren seines Bestehens schon zwei Pächter gehabt und wieder verloren hat, wird in Kürze als „Café Schwätzchen“ wiedereröffnet.
Claudia Elbers ist optimistisch, das richtige Konzept zu haben. Immerhin betreibt sie bereits in Geldern ein Geschäft und verwirklicht nun einen seit Jahren gehegten Traum: ein eigenes Lokal, in dem sie zugleich ihre Kleinmöbel und Deko-Artikel präsentieren und verkaufen kann.
Zwei Monate Leerstand
Töpfer-Historie
Das Potthaus, in dem Susanne Manns lebt und arbeitet, ist nicht das einzige Gebäude in Kervenheim, in dem schon vor Jahrhunderten getöpfert wurde. Auch im heutigen Potthaus-Café gleich nebenan wurde einst Ton geformt und gebrannt. Das Haus ist urkundlich 1733 erstmals erwähnt und wurde 2004 umgebaut.
Zwei Monate lang hatte das Gebäude leer gestanden, nachdem die letzte Betreiberin das Handtuch geworfen hatte. Eigentümer Udo Bartz ist froh, in Claudia Elbers eine motivierte Geschäftspartnerin gefunden zu haben, die klare Vorstellungen hat.
„Ich werde das Café auf jeden Fall an den Wochenenden von Freitag bis Sonntag von morgens bis abends geöffnet haben und während der Woche sehen, wie es sich entwickelt. Ich weiß, dass viele Betreiber von Bauerncafés Probleme haben, an Wochentagen Kundschaft zu finden. Deshalb werden wir donnerstags immer etwas Besonderes anbieten: mal einen spanischen Abend, mal einen irischen oder den Grill anwerfen.“
Die bisherige Möblierung hat die Geschäftsfrau herausgeworfen. Auf dem mit Kies ausgelegten Hof stehen solide Teakholzmöbel mit bequemen Tischen, innen soll’s ähnlich aussehen. Die Landhausmöbel in Teak, Eiche und Weichholz stammen aus dem Programm, das die Inhaberin in ihrem Gelderner Laden, dem „Needful things“ an der Hartstraße, anbietet. Zudem wird es Innen- und Außendeko zu kaufen geben. Innen und außen stehen je etwa 50 Sitzplätze zur Verfügung.
Für die Gäste vermutlich wichtiger: das Speisen- und Getränkeangebot. „Um die kleine Karte mit verschiedenen Salaten, Eintöpfen, Fleisch- und Fischgerichten werde ich mich selbst kümmern. Für größere Gesellschaften und bei Vorbestellungen hilft mir ein Profi-Koch. Wie ich auch jemanden habe, der für mich Kuchen und Torten backt.“ Die Möglichkeiten, alles vor Ort zuzubereiten, sind vorhanden – die Küche ist bestens ausgestattet.
„Ganz eng werde ich mit der Nachbarin Susanne Manns im Potthaus zusammenarbeiten“, kündigt Elbers an. Beide Adressen könnten davon nur profitieren. So sei bereits geplant, auf der Galerie des Cafés die Bilder auszustellen, die bei einer Malaktion Ende August im Haus der Töpferin entstehen werden. Für den 26. Juli plant die Café-Chefin ein Sommerfest mit Live-Musik und Kinderbelustigung.
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