Goch: Ein feiner Weihnachtszauber
VON JENS HELMUS - zuletzt aktualisiert: 20.12.2010Goch (RPO). Klein, aber fein: Der "Weihnachtszauber unterm Geusendaniel" erfüllte am Samstag die Erwartungen der Besucher. Eingeladen zum Markt der anderen Art hatte die Evangelische Kirchengemeinde – ins Herz der Innenstadt.
Die Stadt hat einen neuen Weihnachtsmarkt - genauer gesagt einen Weihnachtszauber. Am Samstag fand zwischen Rathaus und Diakonie zum ersten Mal der "Weihnachtszauber unterm Geusendaniel" statt. Die Evangelische Kirchengemeinde Goch hatte zu "bezaubernden Stunden im Gemeindegarten" eingeladen, und bezaubernd war der Weihnachtsmarkt fürwahr. Zwar nicht groß, aber dafür herzlich und mit viel Freundlichkeit, passend zur Adventszeit.
Jung und Alt nutzten die Gelegenheit, um beim Weihnachtszauber die letzten Geschenke vor dem Fest zu besorgen, oder einfach nur um sich an der vorweihnachtlichen Stimmung am Rathaus zu erfreuen. Während die Besucher gemütlich an den Ständen vorbeischlenderten, sorgte ein Musiker mit Flöte, Drehorgel und Gesang für die passende Weihnachtsbeschallung. Auch der Bläserkreis unterhielt die Besucher mit weihnachtlichen Klängen, genauso wie der schwungvolle Gospelchor.
Klausur-Idee
Der "Weihnachtszauber unterm Geusendaniel" fand am Samstag zum ersten Mal in Goch statt. Organisiert wurde der Weihnachtsmarkt von Presbyteriums-Mitgliedern der Evangelischen Kirchengemeinde Goch. Entstanden war die Idee bei einer Klausur im Bergischen Land.
Selbst gebacken – selbst gemacht
Die Diakonie verkaufte leckere Kekse und Marmelade, die die Patienten der Tagespflege selbst gebacken hatten. Bunter Schmuck und handgefertigte Tücher lockten die Besucher an, und wem es zu kalt wurde, der konnte sich bei einem dampfenden Glühwein aufwärmen oder doch lieber im Inneren des Gemeindehauses bei Kaffee und Kuchen. Hungern musste beim Weihnachtszauber sowieso niemand, heiß begehrt waren unter anderem die leckeren Reibekuchen mit Apfelmus oder Rübenkraut, für den größeren Hunger gab es außerdem deftigen Spießbraten.
Weihnachtlich ging es auch im Inneren der Kirche zu: Haus Freudenberg zeigte ein breites Krippensortiment, alle Exemplare waren natürlich handgefertigt. Die Künstlerin Birgit Blesting bot Acrylbilder in verschiedenen Größen an, passend zur Weihnachtszeit hatte die Malerin vor allem Engelsmotive mitgebracht. Auch bei den kleinen Besuchern kam keine Langeweile auf: Während Mama und Papa sich den Glühwein schmecken ließen oder an einem der Stände stöberten, konnten die Kinder selber aktiv werden und Kerzenziehen.
Auch ein Märchenerzähler lud die Kinder ein und unterhielt sie mit spannenden Geschichten. Und weil Märchen auch im Erwachsenenalter nichts von ihrer Faszination verlieren, bot der Märchenerzähler auch eine Erzählrunde für die erwachsenen Besucher an. Der erste Weihnachtszauber der Evangelischen Kirchengemeinde Goch ist also über die Bühne gegangen, die Premiere ist gelungen. Bei den Besuchern kam der kleine, gemütliche Markt gut an, denn anders als bei vielen großen Weihnachtsmärkten fühlte man sich in Goch nicht gehetzt, sondern geborgen. Die Stadt ist um einen herzlichen und besinnlichen Markt reicher.
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