Goch: Funken, Freud' und Kwatz
VON MANFRED KOTTERS - zuletzt aktualisiert: 07.02.2010 - 19:44Goch (RPO). Kolping-Prunksitzung in Goch: Sitzungspräsident Marcus Knops führte durch ein vielfältiges Programm mit bütten, Tanz und toller Show. "Locomotion" ist eine feste Bank im Programm – genau so wie die Funken.
"Im Dunkeln ist gut schunkeln", dachten sich viele beim Kappenabend des Kolping-Karneval-Komitees. Im Dunkeln!? Stromausfall im vollen Kastell? Keine Sorge - nix passiert! Ganz im Gegenteil: "Locomotion" zeigte am späten Abend mit einer klasse Schwarzlichtshow, dass man auch ohne grelle Scheinwerfer ein absoluter Glanzpunkt im Programm sein kann. Kreativität ersetzte einfach das Licht; eine Ausnahmegruppe im Gocher Karneval!
Nicht verstecken
Aber auch die anderen Akteure mussten sich nicht verstecken. Sowohl die Mäuschen, die Teenies als auch die Kolping-Funken bewiesen, dass Übung tatsächlich den Meister macht; fast ganzjährig investieren sie eine Menge Zeit und Arbeit in das Tanzen, um in der fünften Jahreszeit topfit zu sein.
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Dagegen hatte das Kinderprinzenpaar Jan II. und Lara I. so gut wie keine Vorbereitungszeit, da es erst im Januar gekürt worden war. Trotzdem kamen beide fantastisch locker und witzig 'rüber! Genau wie das "große" Paar des Gocher Karnevals, Prinz Christian I. und Prinzessin Daniela I., die bei dieser bombigen Stimmung gerne länger geblieben wären. "Drenkt enne vöör min met!" rief deshalb Prinz Christian I. beim Abschied. Für diese gute Laune sorgte auch die tongewaltige "Uit je dak kapel" aus Nimwegen, die mit ihren Power-Bläsern und -Trommlern sogar eingefleischte Bewegungsmuffel auf Trab brachte.
Das schaffte natürlich auch Hilla Heien, die fünf Gäste aus dem Publikum holte, um sie im "Goli-Theater" das "Publikum" spielen zu lassen. Damit sie alles richtig machten, musste Sitzungspräsident Marcus Knops derweil Hinweisschilder mit etlichen Aufforderungen wie "Lachen", "Erotik" oder auch "Ausflippen" im passenden Moment präsentieren. Beide "Publikumme" hatten ihren Spaß dabei! Apropos "Spaß"! Der kam in den vielen Stunden nie zu kurz. Wie denn auch, bei den erstklassigen Büttenrednern! Den Reigen eröffnete Heiko van de Sandt als "Alde Quatzkopp", der in Rom vom "Kollossum" zur "Sexistischen Kapelle" gewandert war.
Gerd Klunder als "Bodyboy" im 20-er-Jahre-Badeanzug hatte sich auf den Körperkult mehr als nur den einen Reim gemacht: "Ein Mann bei Frauen nix mehr gildet, wenn er nicht seinen Body bildet!"
Die Paparazzi Michael Peters und Uwe Magney brillierten mit frechen Sprüchen und nahmen auch beim Thema Politik kein Blatt vor den Mund. Beim Zwiegespräch zwischen den Festpiraten Marco und Lukas Aymanns konnte man einiges lernen. Steht zum Beispiel "Press Alt" auf dem Bildschirm, ist die Zeitung von gestern gemeint. Ihr Tipp an alle Frauen: "Gebt so viel Geld aus, dass sich eure Männer keine Freundin leisten können." K6 setzte am Schluss noch das Sahnehäubchen auf einen Top-Abend!
Kolping-Karneval feiert Jubiläum. 1885 gründeten Präses Kaplan Büscher und einige fröhliche Gesellen um Senior Peter Claaßen das "Comitée". Was klein begann, gehört heute zur ersten Garde im Gocher Karneval. In diesem Jahr gab's bereits 4000 Besucher.
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