Goch: Gocher Narrenzelt wächst
VON MICHAEL BAERS - zuletzt aktualisiert: 09.02.2012Goch (RP). Im Laufe dieser Woche wird das Gocher Festzelt auf dem Klosterplatz aufgebaut. Sechs Lkw bringen das Material, ein gutes Dutzend Arbeiter sorgt dafür, dass der Dreimaster bis Samstag steht. Möhneball feiern hier 3500 Narren.
Noch können Jürgen Bruns und Dirk Schmallenbach einigermaßen entspannt auf einer Bank im Kolpinghaus sitzen. Auch Miriam Schmallenbach verlässt die Narrenhochburg an der Mühlenstraße noch einmal fix und geht in die Stadt. Dabei ist ihr Weg in die Gocher Fußgängerzone seit Kurzem mit Flatterband vorgegeben, denn am gestrigen Mittwoch begann der Aufbau des Dreimasters auf dem Klosterplatz. Seitdem ist das Karnevals-Mekka gesperrt.
Erneut ist es die Firma "MCR" mit Sitz in Oberhausen, die für Zelt und dessen ordnungsgemäße Positionierung zwischen Tertiarinnenkloster (noch-Stadtbücherei), Pfarrkirche St. Maria Magdalena, Kolping- und Männerhaus zuständig ist. Vom Parkplatz dringen bis zum Wochenende daher wieder vorwiegend die Geräusche von surrenden Gabelstaplern, rangierenden Lkw, rufenden Arbeitern und Hämmern zu den Passanten – damit haben die besonders Neugierigen nach der Beendigung der Nierswellenbaustelle nun vorübergehend also einen neuen Treffpunkt.
Parken verboten
Die Stadt weist in dem Zusammenhang nochmal auf das absolute Parkverbot im gesperrten Bereich der Mühlenstraße während der Veranstaltungstage hin. Ebenfalls gesperrt werden während des Rosenmontagszugs die Nierswelle und die Susbrücke.
Karten fürs Festzelt gibt es noch bis heute Nacht 0 Uhr auf www.gocher-festzelt.de, am Freitag erfolgt zwischen 17 und 20 Uhr die Kartenausgabe im Kolpinghaus.
"Am Samstag sollte der Aufbau abgeschlossen sein", sagt Veranstalter Dirk Schmallenbach und ergänzt, "zumindest der Außenbereich" – auch wenn beispielsweise die gut 1,50 Meter langen Nägel aufgrund des gefrorenen Bodens zunächst einigen Widerstand leisteten. Ab Samstag geht es dann daran, die Feier-Infrastruktur zu installieren, Technik, Bühne und Bewirtung ins Zelt zu bekommen.
100 Thekenmeter, verteilt auf drei Bereiche, eine 125 Quadratmeter große Sektbar, zwei Biermarkenverkaufsstände – es gibt noch viel zu tun für die Mitarbeiter von Bruns & Schmallenbach. Ganz zu schweigen von der wirklich heißen Phase von Altweiber bis Rosenmontag. "Da gibt's dann schon mal nur eine Stunde Schlaf", so Schmallenbach – und anschließend eine Woche Betriebsferien, wie immer nach den für die Gastronomen anstrengenden Wintermonaten.
Deutlich entspannter wird es dagegen vermutlich wieder für die während der Veranstaltungen anwesenden Sanitäter und Sicherheitskräfte im und am Festzelt. Zumindest wenn man die Erfahrungen der Vorjahre als Maßstab nimmt. "Die Gocher Karnevalisten gehen vernünftig miteinander um", bilanziert Schmallenbach.
Ein Eindruck, den sowohl die zuständigen Behörden bei der Stadt (Ordnungs- und Jugendamt), als auch die Gocher Polizei uneingeschränkt bestätigen können. Heinz van Baal, Leiter der Gocher Polizei, hat ebenfalls positive Erinnerungen an die Vorjahre: "Gerade an Möhneball haben wir hier bisher in keinster Weise Probleme gehabt."
Das Lob des obersten Ordnungshüters geht aber nicht nur an die Karnevalisten selbst, auch der vom Veranstalter engagierte Sicherheitsdienst leiste gute Arbeit: "Die Security vor Ort arbeitet sehr professionell, und auch hier klappt die Zusammenarbeit hervorragend." Die Voraussetzungen für eine schöne Karnevalszeit scheinen gut.
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