Uedem: Gutes für den Reitsport
VON MELVIN KESKE - zuletzt aktualisiert: 17.11.2010Uedem (RPO). Auf den Sätteln des Pferdeartikelausstatters "SeaBis" werden Europameister gekürt. Das Unternehmen der Uedemer Nadja und Klaus Müller zeichnet sich durch eine ganz spezielle Philosophie aus.
Erfolgreiches Springreiten setzt drei Dinge voraus: ein gut ausgebildetes Pferd, einen qualifizierten Reiter und eine adäquate Ausstattung. Dass dies alles im Kreis Kleve und Wesel gewährleistet wird, beweisen Miriam Zell, Stefanie Reining und Katrin Eckermann. Auf der diesjährigen Europameisterschaft in England und Frankreich ernteten sie Mannschaftsgold sowie bemerkenswerte Einzelerfolge im Juniorenbereich. Das Equipment für die jungen Springreiterinnen sponserte der Reitsport-Ausstatter "SeaBis" aus Uedem.
Schuhindustrie
Gegründet wurde das Unternehmen von Nadja und Klaus Müller. Sie hatten ursprünglich in der Schuhindustrie begonnen und kamen über ihre Erfahrung mit Leder zur Reiterausstattung. "Wir selbst hatten Pferde und ärgerten uns über teures Equipment", erzählt Klaus Müller. Vor fünf Jahren sei der Lederimport gestartet, vor drei Jahren eine GmbH angemeldet und erst vor eineinhalb Jahren die komplette Selbstständigkeit erreicht worden.
Kontakt
Adresse: SeaBis GmbH, Buchholter Straße 7, in 47589 Uedem.
E-Mail: info@seabis.de.
Ausführliche Informationen über das Unternehmen, Konzept und Produkte gibt es im Internet unter www.seabis.de.
Eine steile Entwicklung kennzeichnet seither das Unternehmen: In den Anfängen ritt die holländische Reiterkoryphäe Piet Raymakers mit Produkten von "SeaBis" und steigerte so die Publicity. Heute arbeiten die Uedemer gemeinsam mit dreißig international erfolgreichen Reitprofis unter dem Motto "SeaBis and Friends" zusammen. Unter ihnen befindet sich auch Altmeister Paul Schockemöhle, der für seinen Stall die Ausrüstungsprodukte nutzt.
Dahinter steckt eine Philosophie, erklärt Klaus Müller. Man betreibe Direkthandel, was ein privates Verhältnis zum Kunden ermöglicht. Durch die erfahrenen Reiter können die Produkte zunächst getestet und im weiteren Verlauf entsprechend angepasst und verbessert werden.
Zusammenarbeit
Torsten Zell, der Vater von Miriam Zell, bestätigt die florierende Zusammenarbeit: "Eine solche Unterstützung hat es vorher nicht gegeben." Man habe auf teure Produkte zurückgreifen müssen und wäre von Marken wie Pikeur ausgestattet worden, die nach jedem Turnier ihre Produkte gereinigt zurückforderten. Die harte Arbeit, die hinter dem Leistungssport stecke, würde durch solche Bedingungen zusätzlich erschwert, fügt er hinzu. Demnach sei die Kooperation mit "SeaBis" wichtig, da man für moderate Preise eine ausgezeichnete Qualität bekäme. "SeaBis" sei vor allem darauf bedacht, chemikalienfreie Lederarten zu benutzen, die umweltfreundlichen Behandlungen unterzogen werden, so Klaus Müller. Mittlerweile seien seine Produkte so im Trend, dass selbst der Bundestrainer, der zuvor 20 Jahre lang denselben Sattel ritt, auf "SeaBis" umgestiegen sei.
Den drei jungen Europameisterinnen habe er zu verdanken, dass Reiter und Reiterinnen aus dem lokalen Umfeld auf "SeaBis" aufmerksam geworden sind. Vorher sei fast nur überregionaler Handel betrieben worden, erörtert Müller.
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