Goch: Im Modell schon fertig
VON STEFAN KLÜTTERMANN - zuletzt aktualisiert: 08.12.2007Goch (RPO). Das Kalkarer Architekturbüro Ader & Kleemann erhält den Zuschlag für den Neubau der evangelischen Kirchengemeinde. Seniorenwohnungen und Diakonie-Räume werden unter einem Dach harmonisch verbunden.
Der Siegerentwurf sieht einen Grundriss in L-Form vor, mit den Räumlichkeiten der Diakonie im Erdgeschoss und den sieben Seniorenwohnungen in der Etage drüber. Einen Keller gibt es nicht, dafür ein Dachgeschoss, das die Haustechnik beherbergt. „Dieser Entwurf hat uns zugesagt, er hat die verantwortliche Jury überzeugt und auch im Anschluss am 3. Dezember knapp 60 Besucher beim Gemeindeabend zufriedengestellt“, erläutert Pfarrer Robert Arndt die Festlegung auf den Beitrag von Ader & Kleemann.
Prägnante Eckpunkte
Neben der L-Form gibt es weitere prägnante Eckpunkte im Entwurf. So sind die Seniorenmietwohnungen (58 Quadratmeter, für zwei Personen ausgelegt, barrierefrei) alle zum Balfourweg – inklusive Niersblick und Balkone in Südausrichtung – angelegt, die Diakonieräume dagegen füllen die Front zur Brückenstraße hin. Wohn- und Geschäftsbereiche sind auch optisch voneinander zu entscheiden. Während die Stellplätze im Außenbereich des Geländes liegen, wird der Innenhof als nutzbare Gartenparkanlage gestaltet. Das im Entwurf vorgesehene Wasserbecken steht noch auf der baulichen Kippe.
Pfarrheim fällt
Das Pfarrheim, das letzte stehende Gebäude auf dem Gelände des geplanten Neubaus, wird im Januar endgültig abgerissen, so Pfarrer Arndt.
Die Tagespflege wird, wie geplant, von der Klever Straße in die neuen Räumlichkeiten überwechseln.
„Der Gebäudekomplex wird über eine Wärmepumpe und eine Solarthermieanlage verfügen“, erläutert Architekt Gunnar Ader, „so dass wir nur noch für die Beleuchtung, nicht aber für die Heizung von Stromlieferungen abhängig sind.“ Für den gesamten Komplex wird es einen Aufzug geben, eine Anbindung an die bestehenden Räumlichkeiten der Kirchengemeinde ist gegeben. „Zudem werden die Innenhofanlagen durch eine Pergola eingefasst, so dass auch die Betreuung von Demenzkranken dort durchgeführt werden kann“, schildert Baukirchmeister Bernd Prieske.
1100 Quadratmeter
Der knapp 1100 Quadratmeter große Komplex für die Diakonie bietet etwa 20 Mitarbeiterbüros Platz. Er gliedert sich in drei Bereiche: die Tagespflege und die Sozialstation (beides im Erdgeschoss) und die Suchtberatung und Verwaltung ein Stockwerk höher. „Der Entwurf steht also, jetzt werden wir in den kommenden Wochen noch Detail-Absprachen treffen“, erläutert Arndt die weitere Vorgehensweise.
Klaus Krantz, Stadtbaurat, war in die bisherigen Planungen eingebunden, so dass von Stadtseite keine Bedenken für den Planungs- und Bauverlauf bestehen. Am Ziel, im Sommer 2009 das fertige Gebäude beziehen zu können, wollen alle Beteiligten weiter festhalten. Die historische Stadtmauer wird in die Fundamente des Neubaus integriert, nichts von der historischen Bausubstanz soll verloren gehen. 2,5 bis drei Millionen Euro soll das Bauvorhaben kosten, sagte Kirchmeister Arnold Schridde.
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