Goch: Kinder wollen Arnold Janssen
VON LUDGER DISTELKAMP - zuletzt aktualisiert: 22.04.2008Goch (RPO). Eine Spende von 5000 Euro der Agentur NOAH! soll Signalwirkung haben. Gocher sollen für die Arnold-Janssen-Solidaritätsstiftung spenden, ob bei Geburtstagen oder durch Sponsorenläufe.
Als Stephan A. Vogelskamp noch in Wuppertal seinen Job machte, da hörte er erstmals von Arnold Janssen. Die Heiligsprechung des Gochers in Rom lenkte das Interesse von Vogelskamp auf den Sohn eines Fuhrunternehmens. Von einer „unheimlichen Geschichte“ des Heiligen aus der Weberstadt und einem „extrem bewundernswerten Menschen“ schwärmte gestern Vogelskamp, der als Inhaber und Geschäftsführer der Gocher Agentur NOAH! für die Arbeit der Arnold-Janssen-Stiftung eine Spende von 5000 Euro übergab. Diese soll Signalwirkung haben. Denn die Gocher und Niederrheiner könnten durch Spenden „Verantwortung für andere Menschen in der Welt übernehmen“.
Ein Projekt unterstützt bereits die junge Stiftung aus Goch. Über 2000 Euro seien für den Bau von Brunnen in Nigeria ausgegeben worden, damit Mädchen und Jungen einer Schule mit Trinkwasser versorgt werden könnten, erläuterte Dr. Georg Kaster. Der Vorstandsvorsitzende der Stiftung wünscht sich, dass die Arbeit der Organisation zu einer Herzensangelegenheit der Menschen in der Weberstadt wird. Es wäre schön, wenn die Stiftung eine breite Unterstützung aus der Bevölkerung bekäme. Erlöse aus Schulfesten oder Sponsorenläufen könnten gespendet werden. Auch ein Teil von Geldgeschenken zur Kommunion oder zum Geburtstag könne man für die Tätigkeit der Stiftung geben, meinte Kaster.
Zeitlos modern
Das Wirken von Arnold Janssen als Gründer des Steyler Missionsordens sei zeitlos modern, betonte Vogelskamp. Der Heilige aus Goch sei ein Miterfinder der „bürgerschaftlichen Gesellschaft“, die Solidarität für Not leidende Menschen erbringe. Die Steyler Missionare versorgten Bedürftige, brächten Bildung in die Welt und versuchten dann erst, den christlicher Glauben näher zu bringen. Impfungen für Kinder, Menschen ein Dach über den Kopf zu geben sowie die Betreuung von Lepra- und Aidskranken seien Zeugnisse christlicher Nächstenliebe.
„Kinder wollen Inhalte und nicht Plastik.“ Deshalb sei Arnold Janssen ein Mut gebendes Vorbild für junge Menschen, etwas aus dem Leben zu machen, meinte Spender Vogelskamp.
Werbung für Honduras
Auch der Tourismusminister von Honduras schätzt die Arbeit der Steyler. Er wünsche sich, dass in sein Land noch mehr Missionare kämen, berichtete der Inhaber der Agentur von einem Gespräch mit dem Minister. Das Unternehmen wirbt für den mittelamerikanischen Staat, auf dass mehr Deutsche in den Urlaub nach Honduras fliegen. Die Begegnung mit dem Minister nahm auch Vogelskamp als Beispiel dafür, wie sich Goch durch die segensreiche Tätigkeit des Heiligen und des Ordens einen guten Ruf in der Welt aufbauen kann.
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