Goch: Krankenhaus: Protest formiert sich
VON LUDWIG KRAUSE - zuletzt aktualisiert: 27.02.2012Goch (RP). Nach den Meldungen am Freitag, das Gocher Krankenhaus könne vor dem Aus stehen, formierte sich am Wochenende schon erster Protest.
Am Sonntag nachmittag gefiel bereits über 800 Menschen die Seite "Gocher Krankenhaus erhalten", auf der Social-Network-Plattform Facebook.
Dort werden verschiedene Medienberichte gesammelt und aktuelle Informationen ausgetauscht. Die Initiative möchte auf diesem Wege Kontakte knüpfen und das weitere Vorgehen besprechen. Eine Demonstration vor dem Krankenhaus und eine Unterschriftenaktion seien derzeit im Gespräch.
Ein Mitarbeiter des Gocher Krankenhauses bestätigte auf RP-Nachfrage, dass man Montag alle neuen Informationen sammeln wolle, um dann entsprechend reagieren zu können. Momentan herrsche vor allen Dingen eins: Unklarheit. Unterdessen ist ein Schreiben vom Geschäftsführer des Krankenhauses, Christian Fischer, an die Mitarbeiter geleitet worden, indem sie aufgerufen werden, verunsicherte Patienten zu beruhigen.
In dem Schreiben, das der RP vorliegt, heißt es: "Es gibt keine Beschlüsse der Gremien der Katholischen Kliniken im Kreis Kleve Trägergesellschaft mbH zur Schließung einer der Kliniken. Nur die Gesellschafterversammlung kann einen solchen Beschluss fassen und dies mit 90 Prozent der Stimmen des Stammkapitals. Wir bitten Sie, auch die verunsicherten Patienten entsprechend zu informieren."
Am heutigen Montag findet um 10 Uhr eine Pressekonferenz des Klinikverbundes statt. Im Logistikzentrum in Uedem wird der Hauptgeschäftsführer der Katholischen Kliniken im Kreis Kleve, Dr. Peter Enders, informieren.
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