Goch: Kunstschule kommt an
VON GABRIELE KRAFFT - zuletzt aktualisiert: 07.02.2009Goch (RPO). Die Kunstschule des Collegium Augustinianum Gaesdonck ist längst angekommen bei den Kunstfreunden in der Region. Auch im insgesamt dritten Semester erwartet Interessenten ein vielseitiges Programm.
Theorie und Praxis in der Kunst, dahinter stecken Herausforderungen für Ohr und Verstand, für Herz und Hand. Die Kunstschule der Gaesdonck bietet sie auf hohem Niveau: Wer die praktisch-gestaltende Arbeit im Atelier liebt, kann unter fachkundiger Anleitung seine Kreativität ausleben. Wer sich dem Thema lieber auf kunsthistorischen und -wissenschaftlichen Pfaden nähern möchte, schätzt die anspruchsvolle Vorlesungsreihe, die unter der Leitung von Gochs Museumschef Dr. Stephan Mann konzipiert wird.
Das Anliegen
"Das Angebot wird gut angenommen und zwar von Schülern wie von Auswärtigen", zieht Torsten Gruber, Leiter der Kunstschule rückblickend Bilanz. Seit der Eröffnung im Mai 2008 konnten alle Kurse durchgeführt werden. Die Teilnehmer sind im gesamten Umkreis der Gaesdonck zu finden, reisen für die Vorlesungsreihe sogar bis aus Emmerich an, berichtet Gruber. "Da kommen dann vorzugsweise Menschen, die nicht selbst aktiv werden wollen."
Begegnungen
Auch das erste Semester im neuen Jahr bietet wieder anspruchsvolle Begegnungen mit der Kunst. Interessenten können sich für einen Zeichenkurs bei Martin Lersch, einen Bildhauerkurs bei Gil Shachar oder für ein Malatelier bei Andreas Schön anmelden. In kleinen Klassen von maximal 15 Teilnehmern wird sowohl frei, als auch akademisch gearbeitet.
Parallel dazu bietet die rund neun Abende umfassende Vorlesungsreihe unterschiedliche Schwerpunkte. Der erste Vortrag am 10. Februar ist dem Thema "Die vier Säulen der Museumsarbeit" gewidmet. Es referiert Steffen Fischer vom Museum Goch. Am 3. März spricht Dr. Poppe über "Dramatik, Witz und Energie – Zur Bildsprache in der französischen Graphik des 19. Jahrhundert."
Willkommen sind Teilnehmer der Kunstschule ebenso wie Gasthörer, die sich für die Geschichte der Kunst und die angrenzenden Themenbereiche interessieren. Wer nicht der gesamten Vorlesungsreihe folgen will, kann sich einzelne Veranstaltungen heraussuchen. Ein "Schnupperbesuch" ist ebenfalls möglich.
Ein dichtes Netz
"Die Vorlesungen folgen keiner chronologischen Reihenfolge. Vielmehr spannen wir ein immer dichter werdendes Netz an kunsthistorischen wie auch historischen Bezügen auf", heißt es dazu in der Einladung. Die Reihe korrespondiert eng mit dem Sammlungskonzept des Museums Goch und ermöglicht so auch den direkten Kontakt mit jungen Künstlern.
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