Goch: Liebfrauen-Schule: Junge Mathematiker gaben alles
zuletzt aktualisiert: 18.04.2008Goch (RPO). Nicht nur in den Gymnasien brüteten die Schülerinnen und Schüler über ihre Prüfungsarbeiten für das Abitur, auch an der Liebfrauen Grundschule in Goch gaben 50 junge Mathematiker alles, um im Jahr der Mathematik in 75 Minuten Arbeitszeit 21 kniffelige Aufgaben in drei Schwierigkeitsstufen möglichst richtig zu lösen. Der Känguru-Mathematikwettbewerb, der nicht nur in Deutschland, sondern in mittlerweile ca. 40 Ländern auf allen Kontinenten der Welt stattfindet, wurde 1978 von Hochschulmathematikern aus Australien erdacht. Schülerinnen und Schüler der Klassenstufen 3 bis 13, die Freude an der Mathematik und Ausdauer beim Lösen von nicht ganz so einfachen Aufgaben zeigen, können in diesem Wettbewerb zeigen, dass sie nicht nur Erlerntes in der Mathematik beherrschen, sondern die Herausforderung annehmen, sich mit komplizierteren Aufgaben auseinander zu setzen.
Die Vorbereitungen auf den Wettbewerb begannen für die Schüler der Liebfrauen Grundschule schon vor den Osterferien. Schließlich wollten ja alle gut gerüstet sein! So waren auf den Seiten der Humboldt-Universität zu Berlin unter www.mathe-kaenguru.de die Aufgaben der Vorjahre zum Herunterladen eingestellt. Da die Lösungen nicht bekannt waren, knobelten Lehrerinnen und Lehrer gemeinsam mit ihren Schülern. Auch online konnten Aufgaben gelöst werden, wobei hier eine Rückmeldung erfolgte, so dass falsch gelöste Aufgaben nochmals überprüft werden konnten. Der Ehrgeiz der kleinen Mathematiker wuchs mit jedem Aufgabenzettel und in der Schule nicht gelöste Aufgaben wurden am Nachmittag gemeinsam mit den Eltern nochmals in Angriff genommen.
Am Känguru-Tag lag in der Mensa, in der sich die Teilnehmer eingefunden hatten, eine knisternde Spannung in der Luft. Bei den gestellten Aufgaben mussten sie sich von fünf vorgegebenen Lösungsvorschlägen im Multiple-Choice-Verfahren für eine – natürlich die richtige – Möglichkeit entscheiden. Vor lauter Eifer geriet der eine oder andere ganz schön ins Schwitzen! Am Ende der beiden Unterrichtsstunden waren alle stolz auf ihre Leistung und natürlich auch gespannt auf die Auflösung. Doch da müssen sich die kleinen Mathematiker noch in Geduld üben, denn erst ab Mitte Mai erhalten sie von der Universität zu Berlin eine Rückmeldung und eventuell sogar einen Preis.
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