Goch: Neuer "Go Fair"-Laden in Goch
VON LUDWIG KRAUSE - zuletzt aktualisiert: 03.10.2011Goch (RP). Die Ökumenische Eine-Welt-Gruppe Goch fühlte sich eigentlich wohl in ihrem alten kleinen Laden an der Frauenstraße, den sie seit 2008 betrieb. Vorher hatten die ehrenamtlichen Helfer schon Jahrzehnte fair gehandelte Waren auf dem Marktplatz in Goch verkauft.
Doch als kürzlich das Angebot kam, in ein neues Ladenlokal am Steintor zu ziehen, haben die freiwilligen Mitarbeiter nicht lange gezögert und gehandelt. Am Wochenende wurde der neue "Go Fair"-Laden in Goch mit einem kleinen Festakt eröffnet.
Straßenfest
Auf der Straße vor dem Lokal bildete sich eine große Menschentraube aus Neugierigen. Bei Kaffee, Kuchen und kühlen Getränken entwickelte sich ein richtiges kleines Straßenfest. Für die Kinder gab es Spiele, Trommeln und eine Tombola. Auch die stellvertretende Bürgermeisterin von Goch, Gabi Theissen, gratulierte im Namen der Stadt mit einem Gastgeschenk.
Zusätzlich zu den Stammkunden, die schon lange Jahre der Eine-Welt-Gruppe die Treue halten, erhoffen sich die Organisatoren durch die bessere Lage mit den größeren Räumlichkeiten, der modernen und freundlichen Inneneinrichtung und nicht zuletzt durch die Qualität der Waren auch neue Kunden zu überzeugen.
Neben den Klassikern wie Kaffee aus Tansania, Schokolade, Honig, Wein oder Reis kann man auch handwerkliche Produkte wie Schmuck, Schals, Schalen und exklusive Inneneinrichtungsgegenstände erwerben.
"Die Lebensmittel sind ein klein wenig teurer als im Supermarkt, aber gerade die handwerklich gestalteten Dinge bieten wir zu einem für viele Menschen überraschend günstigen Preis an", sagt Monika Riße von der Eine-Welt-Gruppe. Das liege daran, dass die 37 Mitarbeiter komplett ehrenamtlich arbeiten, die Einnahmen fließen fast vollständig in die Betriebskosten.
Der "Go Fair"-Laden unterscheidet sich von anderen Märkten darin, dass er nur fair gehandelte Waren verkauft. Strenge Kontrollen sollen dabei sicher stellen, dass die Produzenten der Ware vor Ort von ihrer Tätigkeit leben können und keine Kinderarbeit betrieben wird. "Unsere Produkte sind keine Massenware und haben Qualität auf Spitzenniveau", erklärt Riße weiter.
Das neue Ladenlokal ist mit seinen circa 80 Quadratmetern doppelt so groß wie die alten Räumlichkeiten an der Frauenstraße und bieten neben einer größeren Verkaufsfläche auch Büroräume und ein eigenes Lager.
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