Goch: Reibungslos von Bus zu Bahn
VON GUIDO SCHWARTGES - zuletzt aktualisiert: 25.08.2009Goch (RPO). Für die Nutzer der öffentlichen Verkehrsmittel in Goch soll durch den Bau eines Busbahnhofs alles einfacher werden. Nach dem Umbau wird die denkmalgeschützte Fassade des Bahnhofsgebäudes verstärkt betont.
Eine Visitenkarte für die Stadt Goch soll das neu gestaltete Umfeld des Bahnhofes werden, wenn es fertig ist. Eine erste gute Nachricht gab es schon: die Fördermittel für die Neugestaltung des Vorplatzes mit Schaffung eines Busbahnhofes sind jetzt eingeplant worden. Zuständig dafür ist eine beim Verkehrsverbund Rhein-Ruhr (VRR) angesiedelte Abteilung. Günter Heursen, Chef des Öffentlichen Personennahverkehrs bei den Stadtwerken Goch, hofft, dass der Umbau wie geplant nächstes Jahr losgeht.
Denkmalgeschützter Bahnhof
Natürlich werden nicht die gesamten 8000 Quadratmeter der neu zu gestaltenden Fläche mit diesen Mitteln gefördert. "Der Bahnhofsvorplatz wird gleich mit angepackt", sagt Heursen, dort werden neue Park and Ride-Plätze entstehen. Und Kanalarbeiten müssen durchgeführt werden. Beide Maßnahmen sind nicht förderungsfähig, zumindest nicht aus dem "ÖPNV-Topf". Aber noch wichtiger für eine echte Visitenkarte – die Fassade des denkmalgeschützten Bahnhofs soll stärker rauskommen.
Vorteil Busbahnhof
Durch den Bau des Busbahnhofes sollen rund um den Bahnhof zusätzliche kostenlose Park and Ride-Flächen entstehen. Die brenzlige Situation an der Kreuzung Klever Straße und Bahnhofsstraße soll durch den neuen Kreisverkehr entschärft werden. Und optisch schöner soll die Umgebung des denkmalgeschützten Bahnhofs auch werden.
Zahlreiche Personen frequentierten diesen Tag für Tag. Zu diesen gehören auch viele Schüler. Für sie und alle anderen Nutzer soll durch den neuen Busbahnhof der Anschluss zwischen Bus und Bahn reibungsloser werden. Die Busse können in Zukunft direkt vor dem Gebäude halten und die Fahrgäste aufnehmen. Und auch beim Transfer zum Bahnhof wird es nach dem Umbau leichter. Denn die große Runde um die Post bis zum Ausstieg für die Passagiere entfällt.
An der Kreuzung Bahnhofsstraße / Klever Straße soll ein Kreisverkehr entstehen, der den Bussen ein einfaches Wendemanöver ohne den Umweg ermöglicht. Die neuen Haltestellen, die beidseitig der Klever Straße entstehen sollen, bieten dann Platz für bis zu sechs Fahrzeuge. Wenn in Spitzenzeiten auch die Halteplätze auf der anderen Straßenseite genutzt werden, sollen zwei Verkehrsinseln den sicheren Übergang garantieren. Die bisherigen Bushaltestellen auf der Bahnhofsstraße bleiben zusätzlich zu den neuen Stellflächen erhalten. Sie stehen dann für längere Pausen der Fahrer zur Verfügung.
Die Schaffung eines echten Busbahnhofs fügt sich nahtlos in das von den Stadtwerken Goch seit 2007 betriebene Haltestellenkonzept, mit dem nach und nach alle Stopps modernisiert werden sollen. Die Anlaufpunkte der Busse in den Ortschaften sind schon fast vollständig überarbeitet, dann geht es wieder in die Innenstadt, wobei Heursen betont, es würde mit Maß gearbeitet. Nicht an allen Stellen ist die gleiche Ausstattung angebracht.
250 Euro Belohnung
Wermutstropfen in diesen Bemühungen ist die Tatsache, dass einige der Haltestellen immer wieder beschmutzt oder beschädigt werden. Um dem entgegen zu wirken, haben die Stadtwerke eine Belohnung von 250 Euro ausgelobt für Hinweise, die zur Ergreifung von Verantwortlichen führt.
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