Goch: Reisemobilwallfahrt: Der Segen aus Goch
VON NATALJA BRUCK - zuletzt aktualisiert: 26.07.2010Goch (RPO). Teilnehmer aus ganz Deutschland, den Niederlanden, Belgien und der Schweiz trafen sich zur Arnold-Janssen-Reisemobilwallfahrt in Goch. Höhepunkt war die Prozession mit der Segnung der Reisemobile.
200 mit bunten Bändern, Blumen und Girlanden geschmückte Reisemobile standen gestern schon eine halbe Stunde vor Beginn der Prozession durch Goch am Friedensplatz bereit zur Abfahrt. Zahlreiche Pilger legten letzte Hand an den Schmuck oder hielten das bunte Bild mit ihren Kameras fest. Die Pilger freuten sich sichtlich auf die Prozession – so auch Friedhelm Nölke und seine Frau, die erst am Freitag aus Willich nach Goch gekommen waren. Goch kennen sie bereits von mehreren Besuchen, "aber bei der Reisemobilwallfahrt sind wir zum ersten Mal", sagte Friedhelm Nölke. Begeistert waren die beiden vom Wallfahrtsgottesdienst, der im Atrium der Arnold-Janssen-Kirche stattfand. "Ein Gottesdienst mit so vielen Menschen unter freiem Himmel, das war wirklich schön und etwas ganz Besonderes", schwärmte Nölke.
Dritte Auflage
Bereits zum dritten Mal fand die Arnold-Janssen-Reisemobilwallfahrt in Goch statt. Der Termin liegt immer um den 24. Juli, das Fest des heiligen Christopherus, der der Schutzpatron aller mobilen Verkehrsteilnehmer ist. Die weiteste Anreise unter den Wallfahrern hatte Edwin Hediger aus Stansstadt in der Schweiz mit genau 720,5 Kilometern. Dafür gab's Blumen und ein Präsent. Das Foto zeigt das Ehepaar mit Vizebürgermeisterin Gabi Theissen (l.), Torsten Kauling (Stadtmarketing-Gesellschaft kom.M) und Wallfahrtsseelsorger Pater Hans Peters.
Vom Friedensplatz aus machte sich die Prozession auf den Weg über die Voßstraße am Markt vorbei zur St.-Maria-Magdalena-Kirche. Angeführt wurde die Prozession von Pater Hans Peters von den Steyler Missionaren. An der Taufkirche des Heiligen Arnold Janssen segnete er schließlich geduldig die zahlreichen Pilger und ihre Fahrzeuge, nahm sich Zeit für eine persönliche Bemerkung oder ein kurzes Gespräch. "Ach, ihr seid das", hieß es da, als Pater Peters bekannte Gesichter in ihrem Reisemobil entdeckte. Den Nölkes aus Willich legte er nahe, zur nächsten Reisemobilwallfahrt wieder nach Goch zu kommen: "Dass wir uns ja beim nächsten Mal wiedersehen!"
Zuschauer trotzten dem Wetter
Obwohl der Sommer am Sonntag eine Pause einlegte und Pilger und Zuschauer mit kaltem Wind und Nieselregen auf die Probe stellte, konnte das die gute Laune aller Beteiligten nicht beeinträchtigen. Hermine Brons und Marlies van Heek aus Goch sahen sich die Reisemobilprozession und die Segnung zum zweiten Mal an und waren begeistert. "Ich finde es besonders beeindruckend, wie ruhig und gelassen alle bleiben, obwohl die Prozession so lang ist", lobte Marlies van Heek. Tatsächlich wurde weder gedrängelt noch gehupt, obwohl die Reisemobile bis zum Ende der Voßstraße standen.
Ein guter Eindruck, den auch Hermine Brons bestätigte. Die Gocherin war am Samstag auf dem Friedensplatz unterwegs und berichtete: "Den Leuten gefällt die Wallfahrt hier in Goch sehr gut, auch wegen des umfangreichen Rahmenprogramms." Am wichtigsten aber, so Hermine Brons, sei der Segen für die Gefährte: "Es bedeutet den Pilgern viel, dass ihre Reisemobile hier in Goch gesegnet werden."
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