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Goch: Stadtentwicklung und Drempel

VON MICHAEL BAERS - zuletzt aktualisiert: 01.10.2011

Goch (RP). Betriebsausschuss Kommunalbetrieb: Die Frauenstraße bekommt Drempel, die nördliche Innenstadt ein Handlungskonzept, Firma Schönmackers mehr Platz und die Kreuzung am künftigen Netto-Markt wird entschärft.

Der verkehrsberuhigte Teil der Frauenstraße soll Drempel bekommen – zunächst für ein Jahr auf Probe.  Foto:  Klaus-Dieter Stade
Der verkehrsberuhigte Teil der Frauenstraße soll Drempel bekommen – zunächst für ein Jahr auf Probe. Foto: Klaus-Dieter Stade

Am Ende gab es Beifall für den Kommunalbetrieb. Spontan und fraktionsübergreifend. "Danke, dass wir dieses Projekt durchführen durften", hatte der Geschäftsführer der KBG, Wolfgang Jansen, kurz zuvor mit Bezug auf die neue Nierswelle gesagt. Untermalt von einer kleinen Bilderschau hatte er über den Abschluss der Konjunkturpaket II-Maßnahmen berichtet und die neue Mensa des Städtischen Gymnasiums (die offizielle Eröffnung erfolgt nach den Herbstferien) sowie die Nierswelle präsentiert.

"Die Akzeptanz in der Bevölkerung ist großartig", bilanzierte Jansen, die 1,8 (Mensa) und 1,5 Millionen Euro (Nierswelle) Bundesmittel seien mehr als gut investiert. Da konnte die allgemeine Begeisterung auch nicht vom Einwurf Ludwig Kades von der ZIG-Fraktion getrübt werden, der zugab, dass er angesichts des entstandenen Panoramablicks beim Radfahren zuweilen Angst vor den dort "plötzlich auftauchenden" Pollern hat.

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Das Geld fehlt

Im Rahmen der Nierswellenplanung war mehrfach die Rede von einem Toilettenbereich und der Möglichkeit dort auch einen Kiosk zu betreiben. Auf Nachfrage erklärte Jansen zum aktuellen Stand, dass die infrastrukturellen Vorbereitungen für die Toiletten abgeschlossen seien, es derzeit jedoch am Geld fehle. Was den Kiosk angehe, gebe es gemeinsam mit Wirtschaftsförderer Rüdiger Wenzel Gespräche mit Investoren, eine Entscheidung sei aber noch nicht gefallen. Auch ein Seniorenparcours im hinteren Bereich sei eine Möglichkeit.

Was dem Radfahrer die Poller, sind dem Autofahrer die Drempel. "Sicherung des verkehrsberuhigten Bereichs der Frauenstraße" lautete ein weiterer Tagesordnungspunkt in der Sitzung des Betriebsausschusses Kommunalbetrieb. Und der beschloss, am Beginn der Frauenstraße und hinter der Einmündung Roggenstraße jeweils einen Drempel zu installieren (für eine Probezeit von einem Jahr) sowie ein Schild "Anlieger frei" aufzustellen. Ziel: ein Ende des verkehrsberuhigten Bereichs als Durchfahrtsstraße.

In seiner Funktion als Stadtbaurat stellte Klaus Krantz das Vorhaben zum "Handlungskonzept nördliche Innenstadt" vor. Diese "etwas größere Maßnahme", die grob gefasst das Gebiet zwischen Kaserne, Bahnhof und Rathaus umfasst, soll mittels Untersuchungen unter anderem "städtebauliche Missstände aufdecken" und bei der weiteren Entwicklung vermeiden. Ausgangspunkt so Krantz, sei dabei der unmittelbare Platz rund um die Liebfrauenkirche, dessen künftige Funktion "noch gesucht werden müsse". Klar sei: auch hier soll ein belebtes Stadtzentrum entstehen. Ein Ergebnis der Untersuchungen soll bis Mitte 2012 vorliegen.

Gute Lösungen

Deutlich früher wird vermutlich die Erweiterung der Betriebsanlagen der Firma Schönmackers Umweltdienste an der Siemensstraße beginnen. Einig war sich der Ausschuss nämlich darin, dass die gewonnene Gewerbefläche für das Unternehmen einer "guten Lösung" für die Stadt gleichkomme.

Eine andere gute Lösung soll aus einer günstigen Gelegenheit entstehen. Heinz van Baal, als Ausschussvorsitzender und Gocher Polizeichef bestens über die derzeitigen Baustellen rund um die Stadt informiert, schlug vor, im Zuge dieser Arbeiten eine "weitere Querungshilfe" an der Kreuzung B504/Triftstraße (hier soll der neue Nettomarkt entstehen) zu realisieren.

Wolfgang Janssen riet zusätzlich, nach der Fahrbahnsanierung die dortige Linksabbiegerspur gleich ganz zu entfernen und durch die reduzierte Geschwindigkeit weiter zur Verkehrssicherheit beizutragen – zumal diese Maßnahmen vermutlich "kostenneutral" ausfielen. Auch hier stimmte der Ausschuss geschlossen zu.

Quelle: RP


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