Goch: Übung an der Gulaschkanone
VON MICHAEL BAERS - zuletzt aktualisiert: 09.02.2010Goch (RPO). Seit fünf Monaten ist der DRK-Ortsverein Goch im neuen Kompetenzzentrum zu Hause. Für 2010 haben sich die Rotkreuzler neben Fortbildungen und weiteren Blutspendeterminen die Werbung neuer Mitglieder vorgenommen.
Obschon für den Raum Goch künftig kein sogenanntes "Großschadensereignis" erwartet wird, sind die Lebensretter vom DRK bestens vorbereitet. Schließlich haben sich viele der heutigen Vorstandsmitglieder "als Kind schon gegenseitig eingegipst", erzählt Ludger Hendricks, zweiter Vorsitzender. Dass Jugendarbeit beim Gocher DRK so groß geschrieben wird, hat bereits eine lange Tradition. Und im neuen Kompetenzzentrum finden sich laut dem Vorsitzenden, Hermann-Josef Kleinen, "optimale Bedingungen", um sie fortzusetzen.
Vor gut fünf Monaten bezog das DRK gemeinsam mit der DLRG den zweigeschossigen Neubau auf dem Feuerwehrgelände am Höster Weg – Zeit für eine Bilanz und einen Ausblick. "Wir haben das Zentrum mit Leben erfüllt", freute sich Kleinen und ergänzte, dass die Chemie zwischen den "Nachbarn" stimme und alle "exzellent zusammenarbeiten".
Blutspendetermine
Um die Wartezeit zu verringern, gibt es zu den Terminen in Goch und Asperden vier zusätzliche Termine in Pfalzdorf. Die nächsten Termine lauten: 9. April (Kieser Training, Auf dem Wall 6, 14-18 Uhr), 16. April (Feuerwehrgerätehaus, Höster Weg, 15-20 Uhr), 18. April (Asperden, Don-Bosco-Schule, Knobbenhof 27, 8-12 Uhr).
Moderne Schulungsräume
Das Zentrum bietet unter anderem Platz für Fahrzeuge, technisches Gerät und Schulungsräume. Und in denen soll auch im laufenden Jahr viel für die Fort- und Ausbildung getan werden, verspricht Kleinen. Das reicht von diversen Vorträgen zu interessanten Themen über einen Feldkochlehrgang bis hin zu einer gemeinsamen Übung mit der Rettungshundestaffel Wesel.
Besonderes Augenmerk liegt laut Kleinen dabei im Bereich "Verpflegung und Betreuung". Da hilft es ungemein, dass nicht nur die große Küche modern ausgestattet ist, sondern kürzlich auch eine Gulaschkanone das Sortiment erweiterte. "Die Fahrzeuge sind deutlich älter als ihre Fahrer", scherzte der Ehrenvorsitzende Lambert Engelberts noch vor Jahren, doch ein Blick in die Garage verrät, dass sich auch das inzwischen geändert hat.
Unverändert ist hingegen die Blutspendebereitschaft in Goch – und das auch bei den Erstspendern. Insgesamt stieg die Zahl 2009 im Vergleich zum Vorjahr um 230. Ein Grund dafür, so Kleinen, seien vermutlich die "persönliche Betreuung und die exzellente Verpflegung". Allerdings brauche das DRK genau an dieser Stelle noch Verstärkung. Daher suchen die Rotkreuzler jetzt "Verpflegungshelfer", die den Mitarbeitern während der Termine unter die Arme greifen.
Auch im Internet wird das DRK künftig vertreten sein (www.drk-goch.de) und nach Ostern will man gemeinsam mit den Steyler Missionaren ein Projekt in Rumänien unterstützen. Doch trotz aller Neuerungen bleibt das Hauptaugenmerk auf die Jugendarbeit gerichtet. So wird es im 46. aufeinander folgenden Jahr eine "Ferienfreizeit" geben. Obwohl es für die Teilnahme bereits eine Warteliste gibt, gab Kleinen zu, dass auch dem DRK "der Nachwuchs fehlt". Dem möchten die Verantwortlichen 2010 mit der Fortführung des Vorjahresprojekts "Kinderfeuerwehr" entgegen wirken.
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