Goch: Voba beugt der Schweinegrippe vor
VON STEFAN KRIEGEL - zuletzt aktualisiert: 07.08.2009Goch (RPO). Es gibt immer mehr Menschen in Deutschland, die an Schweinegrippe erkrankt sind. Ein entsprechendes Impfmittel steht vor der Erprobungsphase. Dennoch sind immer noch viele Bürger über die Krankheit und die Auswirkungen nicht ausreichend informiert.
Krisenstab vorgeschrieben
Diese Erfahrungen machten jedenfalls die Mitarbeiter eines Krisenstabes der Volksbank an der Niers. "Ein solcher Krisenstab wird von unserer Aufsichtsbehörde vorgeschrieben", berichtet Voba-Vorstand Ulrich Wolken, der gleichzeitig auch Vorsitzender des Krisenstabes ist.
In der Vergangenheit hatte sich dieses Gremium um Szenarien wie Strom- und Technikausfall, Großbrand, Wasser im Keller oder Versiegen des Bargeld-Flusses beschäftigt. Neben dem Vorstand sind Mitarbeiter aus allen Bereichen der Bank einschließlich Betriebsrat an den Überlegungen beteiligt.
Aus aktuellem Anlass stand vor einer Woche die Schweinegrippe auf der Tagesordnung des Krisenstabes. Wichtig war den 14 Mitgliedern erst einmal die Information der etwa 400 Mitarbeiter. "Auch für einen Laien sind vor allem die Hinweise des Robert-Koch-Institutes im Internet gut verständlich", berichtet Wolken. Doch als einen Tag später alle Mitarbeiter die Informationen erhalten hätten, sei die Überraschung groß gewesen, wie wenig die Menschen über die Krankheit wissen.
Ergänzend wurden Regeln aufgestellt und an die Mitarbeiter weitergegeben, wie sie sich bei Verdachtsmomenten bei ihnen, bei Familienangehörigen, Freunden oder Bekannten zu verhalten haben.
Danach müssen Krankmeldungen sofort telefonisch an die Personalabteilung und an den Vorgesetzten übermittelt werden. Bei Verdachtsmomenten, auch bei Familienangehörigen oder im unmittelbaren beruflichen beziehungsweise privaten Umfeld, bleiben die Mitarbeiter zu Hause und rufen erst ihren Hausarzt an, um mit ihm die weitere Vorgehensweise zu besprechen. In diesen Fällen müssen Personalabteilung und Vorgesetzte ebenfalls telefonisch informiert werden.
Seitdem der Krisenstab getagt hat, würden als konkrete Maßnahme, wie Norbert Scholten, für die Öffentlichkeitsarbeit zuständig, berichtet, Kontaktbereiche mit Kunden, wie zum Beispiel Thekenbereich und Selbstbedienungsterminals, besonders gründlich gereinigt.
Die Geschäftsstellen wurden alle mit Sprühdesinfektionsmittel für Hände oder Türgriffe versorgt. Die Kassierer erhielten drüber hinaus Einweghandschuhe, die sie freiwillig benutzen können. Dies gilt auch für den Mundschutz, der in großer Zahl im zentralen Lager in Geldern untergebracht wurde. Außerdem wird der Krisenstab die Mitarbeiter weiterhin über den aktuellen Stand der Schweinegrippe informieren.
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