Goch: Willi Girmes ist der Gewinner
VON MICHAEL BAERS - zuletzt aktualisiert: 29.10.2011Goch (RP). Willi Girmes, Rudolf Lange, Arnold Janssen. So lautet die Reihenfolge der Platzierungen bei der Aktion "Unsere Besten" der Rheinischen Post. Der Sänger verwies den einstigen Bürgermeister und den Heiligen auf die Plätze.
Dieter Thomas Heck hätte bei der Vorstellung vermutlich von dem Mann "mit der Startnummer 20" gesprochen. Und in der Hitparade, jener Musiksendung des ZDF, die in den 70ern regelmäßig ein Millionenpublikum vor den Fernsehschirm lockte, wäre der Gewinner der Aktion "Unsere Besten" auch bestens aufgehoben.
Denn die Bühne ist bekanntlich sein zweites Zuhause. Hier fühlt sich Entertainer, Moderator, Sänger, Ehemann und Familienvater Willi Girmes aus Asperden so richtig wohl.
Seit vielen Jahren sorgt er in der Region (dies- sowie jenseits der Grenze) und auf des Deutschen liebster Urlaubsinsel für Partystimmung. Sei es beim Public Viewing, beim Karneval, beim Oktoberfest oder auf der Schinkenstraße. Wo Willi ist, da ist gute Laune.
Preisträger
Jeder Leser, der eine Person vorgeschlagen oder für seinen Favoriten abgestimmt hat, hat automatisch an einem Gewinnspiel teilgenommen. Die Gewinner werden benachrichtigt – und sind zudem auf der Internetseite www.rp-online.de/unsereBesten aufgeführt.
Und zwar so gute Laune, dass sie ihm im Laufe der Jahre eine ständig wachsende Fangemeinde bescherte. Allein bei facebook hat Girmes inzwischen fast 2000 Freunde. Sie verfolgen seine Nachrichten, tauschen sich mit ihm aus und warten auf neue Auftritte. Kein Wunder also, dass es für viele von ihnen nur wenige Klicks waren, um sich an der Abstimmung der Rheinischen Post für den Erfinder des Piratentanzes stark zu machen. Am Ende gab es einen deutlichen Sieg für "Unseren Besten", Willi Girmes.
Zweiter und dritter Platz
Die Freude beim Zweitplatzierten wird sich vermutlich in überschaubaren Grenzen halten. Falls überhaupt vorhanden, wird es eher eine ganz leise, innerliche Freude sein. Genugtuung vielleicht. Gepaart mit Ärger darüber, es nicht doch noch verhindert zu haben.
Dabei war er es doch, der als einziger nach seiner Nominierung darum bat, keine Stimmen zu erhalten. Er, Rudolf Lange, habe während seiner beruflichen Laufbahn, die ihn in Goch von der Spitze des Rathauses auf den Chefsessel der Stadtwerke führte, nur seine Arbeit gemacht. Doch nach dem Motto "viel Feind, viel Ehr'" ließen sich die Fürsprecher Langes offenbar nicht abhalten. So konnte nicht einmal der Sonnenkönig selbst den zweiten Platz verhindern. Ein Sieger wider Willen.
Protest wird sich beim Drittplatzierten nicht einstellen. Er ist heute noch bei den Gochern, ganz gleich welcher Generation sie angehören, in aller Munde: Arnold Janssen, Namenspatron der Stadt. Gaesdonck-Schüler, Priester, Weltenbürger und im Jahr 2003 durch Papst Johannes Paul II. heilig Gesprochener. 1837 als zweites von elf Kindern an der Niers geboren, studierte er später Theologie und gründete 1875 die Steyler Missionare.
Heute repräsentieren die Steyler den siebtgrößten Orden für Männer weltweit. Den Anfang dazu machte ein Gocher. Um genau zu sein "Unser Bester", Arnold Janssen.
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