Kevelaer: 15 000 Messdiener in Kevelaer
VON KATHARINA SCHMÜLLING - zuletzt aktualisiert: 17.02.2012Kevelaer (RP). In der Marienstadt findet am 16. Juni zum zweiten Mal nach 2009 die Ministrantenwallfahrt der nordwestdeutschen Bistümer statt. Viele Kevelaerer helfen ehrenamtlich mit. Seit eineinhalb Jahren laufen die Vorbereitungen.
In 119 Tagen wird es bunt in Kevelaer: Dann wird die Stadt von 15 000 jungen Menschen, zum Teil in liturgischen Gewändern, bevölkert. Denn am 16. Juni findet in der Marienstadt zum zweiten Mal die große Ministrantenwallfahrt der nordwestdeutschen Bistümer statt. Zusätzlich sind in diesem Jahr auch einige Messdiener aus den Niederlanden dabei.
Die erste Wallfahrt dieser Art hatte im Jahr 2009 in Kevelaer stattgefunden. Das hilft den Organisatoren, wie Wallfahrtsdirektor Dr. Rainer Killich der RP erzählt. Damals machten sich etwa 10 000 Messdiener in Gruppen sternförmig auf den Weg zum Kapellenplatz.
Entstehung
Die zweite nordwestdeutsche Ministrantenwallfahrt ist entstanden, weil vor allem Zwölf- und 13-Jährige zwar gerne mit zur Internationalen Wallfahrt fahren würden, aber an der Altersgrenze scheitern. Deshalb ist eine eigene Ministrantenwallfahrt organisiert worden. Die kam 2009 so gut an, dass sie nun wiederholt werden soll.
Im Juni sollen es noch etwa 5000 mehr sein. "Das Sicherheitskonzept der Wallfahrt muss überarbeitet werden", sagt Killich. Nach Duisburg sei schließlich alles anders. Die Erfahrungen von der Veranstaltung aus 2009 helfen aber bei der Planung. So muss die Lenkungsgruppe zum Beispiel erneut organisieren, wie 250 Busse geordnet und nacheinander alle Kinder in kurzer Zeit wieder in Kevelaer abholen. können. Seit eineinhalb Jahren treffe sich eine Steuerungsgruppe, bestehend aus Referenten der acht beteiligten Bistümer, der Wallfahrtsleitung und dem Verkehrsverein in Kevelaer, um solche und viele weitere Fragen zu klären.
Die Messdiener-Gruppen treffen sich in den Ortschaften, einige reisen sogar bereits am Freitag an und wollen in Kevelaer übernachten. Sternförmig laufen die Kinder und Jugendlichen auf den Kapellenplatz zu. Dort treffen sie sich am Mittag zu einem gemeinsamen Gebet. Danach startet das spezielle Unterhaltungsprogramm, das die Organisatoren ausgetüftelt haben. Für Verpflegung ist auch gesorgt: In Schichten essen jeweils ein paar Tausend pro 30 Minuten. Auf dem Speiseplan steht, was Kinder mögen: Nudeln und Hackfleischsoße und eine vegetarische Variante.
Damit alles reibungslos funktioniert, helfen auch viele Kevelaerer ehrenamtlich mit. "Bei der ersten Ministrantenwallfahrt waren 300 bis 400 Kevelaerer im Einstz", sagt Killich. Etwa 80 Frauen geben mittags das Essen aus, Freiwillige aus den Bruderschaften führen die Fußwallfahrten aus den Ortschaften an. Außerdem sind unter anderem die freiwillige Feuerwehr und die Malteser vor Ort.
Die Mühe lohne sich, sagt Killich. Gerne denkt er an 2009 zurück. "Die Kinder waren begeistert, die Veranstaltung war rundum gelungen." Ein Grund dafür, dass die Bistümer entschieden, die Ministrantenwallfahrt dauerhaft alle paar Jahre in Kevelaer zu veranstalten. Für den Wallfahrtsort ist das auch eine gute Werbung. "Es ist eine gute Möglichkeit, Kinder und Jugendliche an das Thema Wallfahrt heran zu führen", sagt Killich.
Jetzt weiterlesen und die Rheinische Post testen.




dabei bitte unsere Regeln für Leserkommentare.