Kevelaer: Abheben trotz Dauerfrost
VON STEFAN GILSBACH - zuletzt aktualisiert: 05.01.2010Kevelaer (RPO). Viel zu tun hatten die Einsatzfahrzeuge des Winterdienstes erneut in Kevelaer und Weeze. Fluggäste auf dem Airport mussten Verspätungen in Kauf nehmen. Schwere Verkehrsunfälle blieben zum Glück aus.
Der erneute Wintereinbruch am Wochenende hat die Schneeräum- und Streudienste im Gelderland auf Trab gehalten. Zum Glück verhielten sich die meisten Autofahrer besonnen. Schwere Unfälle im Bereich Kevelaer und Weeze blieben aus.
Verspätungen am Airport
Auch die Fluggäste des Airports Weeze mussten sich teilweise in Geduld wappnen. Wir Flughafensprecher Holger Terhorst gestern mitteilte, gab es bei einigen Flügen Verspätungen. Zwei Enteisungsfahrzeuge des Flughafens seien im Einsatz gewesen.
"Das einzige Problem ist die Zeit", sagt Heiner Schraml, zuständiger Fachbereichsleiter der Kevelaerer Verwaltung. "Wir konnten mit dem Streuen kaum nachkommen. Natürlich kümmern wir uns zuerst darum, die Hauptstraßen vom Schnee zu befreien." Bereits am Samstagabend hätten die fünf Einsatzfahrzeuge der Stadt damit begonnen. Am Sonntagmorgen und am Sonntagabend habe es weitere Streu-Aktionen gegeben.
Streusalz
Das von den Winterdiensten verwendete Streusalz, auch Auftausalz genannt, besteht in der Regel zu mehr als 90 Prozent aus Kochsalz, also Natriumchlorid. Das Streusalz verhindert das erneute Gefrieren des flüssigen Wassers, das es bei Minusgradengibt. Der Nachteil: Es kann Pflanzen schädigen oder bei Tieren zu Entzündungen der Pfoten führen.
"Außerdem sind Fußgruppen unterwegs gewesen, die beispielsweise auf viel begangenen Wegen und Zebrastreifen streuen", berichtet Schraml. Zum Glück seien Bürgersteige mit Betonpflaster weniger rasch mit Glatteis überfroren als Straßenpflaster. "Im Beton versickert die Feuchtigkeit meistens besser", sagt Schraml. Offensichtlich habe der Kevelaerer Bauhof gute Arbeit geleistet, von Unfällen habe er zumindest nichts gehört, erklärte der Leiter des Tiefbauamts. "Nur, dass jemand auf dem Friedhof ausgerutscht ist", sagt er. Für den sei die Stadt aber nicht zuständig.
Auch Peter Smits, Leiter des Bauhofes der Gemeinde Weeze, zeigte sich gestern mit dem Verlauf des Einsatzes zufrieden. "Bislang habe ich keine Kritik gehört", sagt er. "Zum Glück kam der Schnee-Einbruch dieses Mal nicht so überraschend wie vor Weihnachten." Die Gemeinde verfüge über ein Hauptfahrzeug, das in den frühen Morgenstunden und am späten Nachmittag unterwegs sei. "Außerdem haben wir noch ein Kleinfahrzeug für Fußwege und Fußgruppen."
"Dieser Winter ist enorm"
Schraml und Smits sind beide verblüfft über das Ausmaß der weißen Pracht. "Dieser Winter ist enorm. Ich kann mich nicht erinnern, dass wir jemals so viel Schnee hatten." Fürs kommende Wochenende sind die Streukommandos übrigens wieder in Alarmbereitschaft. "Dann soll es noch einmal Schnee-Chaos geben."
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