Weeze: Airport-Feuerwehr rüstet auf
VON MICHAEL BÜHS - zuletzt aktualisiert: 08.06.2010Weeze (RPO). Derzeit gibt es am Airport Weeze noch eine Betriebsfeuerwehr. Das Personal wird jetzt aufgestockt. Außerdem soll noch ein neues Fahrzeug angeschafft werden.
Der Airport Weeze wächst und wächst. Dies hat auch Auswirkungen auf die Feuerwehr des Flughafens. Mittlerweile fast täglich müssen die Mitarbeiter der Wehr zu "First Responder", also Rettungseinsätzen, ausrücken. "Mindestens zwei Personen haben wir schon das Leben geschenkt nach einem Herzinfarkt", berichtet Volker Brammertz. Auch die Zahl der Rollstuhl-Einsätze ist laut des Chefs der Flughafen-Feuerwehr stark angestiegen. Waren es im November vergangenen Jahres noch ein bis zwei am Tag, sind es nun "zehn bis 15 Einsätze", sagt Brammertz.
Derzeit handelt es sich bei der Wehr des Airports um eine Betriebsfeuerwehr. "Aber wir gehen mit großen Schritten in Richtung Werksfeuerwehr", sagt Brammertz. Dies würde einen höheren Standard bei Ausbildung – gleichzusetzen mit einer Berufsfeuerwehr – und Ausrüstung bedeuten. Doch bis es so weit ist, wird es noch drei bis vier Jahre dauern, vermutet Brammertz: "Wir müssten dann bei der Zahl der Passagiere zwei bis drei Jahre lang die Drei-Millionen-Grenze halten." Dann entscheide die Bezirksregierung darüber, ob der Airport Weeze eine Werksfeuerwehr benötigt.
Die Airport-Feuerwehr
Chef Volker Brammertz (54), seit Beginn des Flugverkehrs und Inbetriebnahme der Wehr 2003.
Mitarbeiter Derzeit 32; "Zwei weitere Kollegen werden in Kürze eingestellt", sagt Brammertz.
Fuhrpark Insgesamt sieben Fahrzeuge: drei Löschfahrzeuge, ein Rüstwagen, ein Rettungswagen, ein Einsatzleitwagen und ein Pulverlöschfahrzeug.
Große Ausstellung
Doch auch als Betriebswehr herrscht keineswegs Stillstand. In der kommenden Woche fährt Brammertz mit Kollegen zu einer großen Feuerwehr-Ausstellung in Leipzig, um sich über neues Equipment zu informieren und mal "die Fühler auszustrecken". Dabei geht es um ein Löschfahrzeug, das sich im Rahmen des bereits in Weeze stationierten "Crash 5" bewegt, eines 39-Tonnen-Kolosses. "Als Neufahrzeug kostet es rund 800 000 bis 1,2 Millionen Euro", verrät Brammetz. Doch irgendwann sei eine solche Investition notwendig. "Vor Ende 2011, Anfang 2012 wird das aber nichts", ahnt der Feuerwehrchef, "denn allein der Bau dauert rund ein Jahr." Auch im Gebäude der Feuerwehr tut sich einiges. Die Ruheräume wurden zu Einzelräumen umgebaut – so gibt es nun ein wenig Privatsphäre in der Pause. Derzeit wird in der Leitstelle gearbeitet. "Sie wird vergrößert und erhält einen zweiten Arbeitsplatz", schildert Volker Brammertz.
Das werde noch zwei bis drei Wochen dauern und geschehe in Eigenleistung. "So können wir sicher sein, dass es umgestaltet wird, wie wir es uns vorstellen", meint der Feuerwehr-Chef schmunzelnd. Wenn diese Arbeiten abgeschlossen sind, "wird der Rest der Wache durchrenoviert". Die Flughafen-Feuerwehr ist gerüstet für den Notfall, der hoffentlich nie eintritt. Und sollte die Entwicklung des Airports anhalten, wird irgendwann in den kommenden Jahren auch die Bezirksregierung bei Brammertz und Kollegen vorbeischauen.
Internet Weitere Artikel über die Flughafenfeuerwehr unter www.rp-online.de/kevelaer
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