Kevelaer: Asylbewerber: Stadt will zweiten Standort prüfen
zuletzt aktualisiert: 20.03.2009Kevelaer (RPO). Die Kevelaerer Verwaltung will prüfen, ob nun doch ein zweiter Standort für Asylbewerber in Kevelaer gefunden werden kann. Das hatte Bürgermeister Axel Stibi (CDU) gegen Ende der Bürgerversammlung in Winnekendonk zugesagt. Dabei war das Vorgehen der Verwaltung von vielen Zuhörern scharf kritisiert worden.
Anwohner in Winnekendonk machen sich Sorgen über die geplante Unterbringung von bis zu 30 Asylbewerbern in der "Alten Molkerei". Sie fordern eine Beschränkung auf maximal 15 Personen. Weder das Haus noch die Umgebung, so die Sorge der Bürger, seien für so viele Bewohner geeignet, äußerten Anwohner.
"Wir werden prüfen, ob es noch eine Alternative gibt", bestätigte Stibi gestern. Mit zwei Standorten wäre es dann möglich, in Winnekendonk nicht mehr als 15 Asylbewerber unterzubringen. In der Diskussion sei beispielsweise die Fläche des Bauhofes. Stibi geht davon aus, dass es in diesem Monat keinen Umzug mehr von Asylbewerbern nach Winnekendonk geben wird. Gemeldet als solche sind in Kevelaer zurzeit 29 Personen, faktisch halten sich im jetzigen Heim in Schravelen nur 15 Menschen auf.
Hansgerd Kronenberg (CDU), Ortsvorsteher von Winnekendonk, erklärte gestern, dass Vertreter anderer Fraktionen, die an der Versammlung teilgenommen hatten, sich mit der erneuten Prüfung durch die Verwaltung einverstanden zeigten. Tatsache sei allerdings, dass es einen Ratsbeschluss und einen Mietvertrag mit dem Eigentümer der "Alten Molkerei" gebe. "Da müssen eventuell noch Gespräche geführt werden", sagte Kronenberg.
Der Ortsvorsteher hofft, dass die Winnekendonker die neuen Bewohner im Ort gut aufnehmen. "Ich habe bereits Gespräche mit Nachbarn geführt", sagte er. Manche hätten bereits ihre Bereitschaft erklärt, sich bei der Integration der Asylbewerber zu engagieren. Auch Gespräche mit Kirchen und Vereinen habe es schon gegeben.
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