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Kevelaer: Aufräumen nach dem Sturm

VON ELLEN SCHLÜTTER - zuletzt aktualisiert: 14.07.2010

Kevelaer (RPO). Stromausfälle und umgestürzte Bäume: Sturmtief Norina hat in Kevelaer und Weeze seine Spuren hinterlassen. Menschen kamen jedoch nicht zu Schaden. Den Betriebshof beschäftigen nun Aufräumarbeiten.

Entlang der B 9 sorgten abgerissene Äste und umgestürzte Bäume am Montag immer wieder für Verkehrsbehinderungen.  Foto: RPO
Entlang der B 9 sorgten abgerissene Äste und umgestürzte Bäume am Montag immer wieder für Verkehrsbehinderungen. Foto: RPO

Sturmböen, die Bäume entwurzelten und Regengüsse aus dunklen Gewitterwolken – das kurze, aber heftige Unwetter hat vorgestern am Niederrhein beträchtliche Schäden verursacht – nicht nur auf und entlang der Straßen – viele Haushalte hatten zeitweise keinen Strom. So mussten einige Anwohner der Roggenstraße in Weeze eine zeitlang ohne Strom auskommen. Im Bereich der Straße In de Berken in Winnekendonk fiel er über mehrere Stunden aus – ärgerlich besonders für eine Anwohnerin, deren Pumpe eigentlich verhindern sollte, dass der Keller bei Starkregen vollläuft.

48 Feuerwehr-Einsätze

Ähnlich wie den Anwohnern der Straße In de Berken erging es vielen. Laut Brigitte Hintzen-Elders, Sprecherin der RWE Netz-AG zählte Kevelaer zu den verstärkt vom Unwetter betroffenen Kommunen am Niederrhein. Durch Umschaltungen und Reparaturen seien die Ausfälle jedoch schnell wieder behoben worden. "Heute sind im Bereich Kevelaer und Weeze aber wieder alle Haushalte mit Strom versorgt", so Hintzen-Elders gestern.

Info

Versicherungsfälle

Umgestürzte Bäume und zersplitterte Dachziegel haben in vielen Gärten Schäden angerichtet.

Ellen Altrock, Sprecherin des Bezirks Niederrhein im Bundesverband deutscher Versicherungskaufleute, kennt solche Fälle. "Betroffene sollten einen Sachverständigen hinzuziehen", sagt sie. Denn es komme häufig auf Zusatzbausteine der abgeschlossenen Versicherungen an. Ähnlich sei es, wenn Dachziegel ein Auto beschädigt hätten. "Das wird über die Kaskoversicherung geregelt."

Kevelaer hatte alles in allem "reichlich Dusel", wie Stadtbrandmeister Heiner Schraml es ausdrückte. "Es gab erfreulicherweise keine nennenswerten Schäden." Durch herabstürzende Äste und entwurzelte Bäume wurde niemand verletzt. Die fünf Kevelaerer Löschzüge rückten zu 48 Einsätzen aus, fast ausschließlich beseitigten sie Bäume und Äste. In einer Altenwohnanlage mussten Menschen aus einem feststeckenden Aufzug befreit werden. Am Ottersweg hat ein Baum eine Telefonleitung durchgerissen, berichtete Kevelaers Löschzugführer Werner Borkowski. In Winnekendonk stürzte eine Zeder auf das Dach der Leichenhalle, der Schaden – "nichts Dramatisches" – werde in den nächsten Tagen behoben, sagt Schraml. Auch gestern noch beschäftigten die Aufräumarbeiten den Betriebshof. Zudem wurden Bäume kontrolliert, damit keine großen Äste mehr herunterfallen.

Ähnlich zog das Sturmtief "Norina" auch über Weeze hinweg. "Ein paar umgewehte Bäume, aber keine Personen- oder Gebäudeschäden", zog Georg Koenen vom Fachbereich Ordnung Bilanz. Großes Glück habe ein Lastwagenfahrer auf der B9 gehabt. "Dort ist eine Pappel auf einen fahrenden Lkw gestürzt", erläutert Koenen. "Der Fahrer konnte aber ausweichen, so ist der Baum nur auf die Beladung gefallen."

Bei der Polizei im Kreis Kleve endeten die Notrufe fast zeitgleich mit dem Gewitter. Der Betrieb am Flughafen Weeze lief nach 20-minütiger Unterbrechung problemlos weiter. Laut Nordwestbahn-Sprecherin Katja Diehl entfielen auf der Strecke zwischen Kleve und Düsseldorf vier Züge, zudem sei es vielfach zu Teilausfällen gekommen, am Abend konnten die Züge wieder normal fahren. Was sich hinter den Teilausfällen verberge, konnte die Bahn nicht beantworten. "Wir haben noch keine genaue Übersicht, welche Schäden es wo gab", so Bahn-Sprecher Udo Kampschulte.

Quelle: RP

 
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