Kevelaer: Autofahrer mit Laserpointer geblendet
zuletzt aktualisiert: 19.11.2009Kevelaer (RPO). Mit einem Laserpointer hat ein 61-Jähriger am Dienstagabend entgegenkommende Autofahrer geblendet. Die Kreispolizeibehörde spricht von einem "gefährlichen Eingriff in den Straßenverkehr".
Der Mann saß als Beifahrer in einem Kleinbus, der gegen 19 Uhr auf der Schloss-Wissener-Straße von der A 57 kommend in Richtung B 9 unterwegs war. Eine Zeugin beobachtete, wie der Mann die anderen Fahrer blendete, und rief die Polizei. In Weeze stoppte die Polizei den Wagen dann auf dem Holtumsweg. Der Beifahrer bestritt allerdings, andere Autofahrer geblendet zu haben. Er habe lediglich Verkehrsschilder angeleuchtet. Gegen den Mann wurde Strafanzeige erstattet.
Polizei sucht Zeugen
Die Polizei sucht nun weitere Zeugen, die den Vorfall beobachtet haben oder die selbst mit dem Laserpointer angestrahlt wurden. Dass Laserpointer, die bei Präsentationen als eine Art moderner Zeigestock eingesetzt werden, gefährlich sein können, weiß auch Holger Terhorst vom Airport Weeze. Dort habe es vor "geraumer Zeit" einen Fall gegeben, bei dem ein Flugzeug von einem Laserpointer am Boden angestrahlt worden sei. Passiert sei nichts, der Verdächtige jedoch sei unmittelbar danach geschnappt worden.
In den vergangenen Monaten hatte es an anderen Flughäfen in Deutschland mehrfach Probleme mit den gefährlichen Blende-Attacken gegeben. In Stuttgart wurde Anfang diesen Monats ein Mann festgenommen, der mit einem Laserpointer vom Boden aus Piloten von Flugzeugen im Landeanflug geblendet hatte. Derartige Vorfälle werden als gefährliche Eingriffe in den Luftverkehr verfolgt und geahndet.
Info Hinweise zum Fall der geblendeten Autofahrer bei Weeze nimmt die Kripo Goch entgegen unter Tel. 02823 1080.
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