Weeze: Autosuche in der Dunkelheit
VON MARCO BÜREN - zuletzt aktualisiert: 21.08.2010Weeze (RPO). Etwas später als geplant endete der Urlaub für Hartmut und Elke Powaska aus Bergisch Gladbach, die am Donnerstagabend aus Portugal zurückkehrten. Der Urlaub verlängerte sich nicht, weil die Ryanair-Maschine aus Porto eine arge Verspätung gehabt hätte.
Auch nicht, weil die Powaskas lange auf ihr Gepäck warten mussten. Es war die Suche nach dem eigenen Auto, dass auf dem Parkplatz 2 auf die beiden wartete – irgendwo zwischen fast 5999 anderen Autos, die mit dem Auto der Powaskas einen Platz auf dem nördlichen Teil des Parkplatzes untergekommen sind.
Schlecht ausgeleuchtete Ecke
Während Frau Powaska am Terminalgebäude wartet, sucht Herr Powaska das Auto – minutenlang. "Wir sind zum ersten Mal vom Weezer Flughafen aus gereist und kennen uns hier natürlich nicht aus", sagt Powaska, "mit etwas Übung hätte ich unser Auto vielleicht schneller gefunden". Powaskas Pech war, dass er den Wagen in einer schlecht ausgeleuchten Ecke des Parkplatzes abgestellt hat. "Hinzu kommt, dass ich vor der Abreise in Eile war", sagt Powaska.
Parken am Flughafen
Der Parkplatz 1 gegenüber des Terminal-Gebäudes fasst 1000 Pkw. Die Kapazität von Parkplatz 2 umfasst seit der Erweiterung im Frühjahr 2009 jetzt 6000 statt bisher 3800 Stellplätze. Der für die Sommerferien angelegte Parkplatz 4 westlich der Cargo-Halle hat ein Fassungsvermögen von rund 2000 Fahrzeugen. Einen Parkplatz 3 gibt es auch, allerdings nur als Reserveparkplatz. Er liegt südlich von Parkplatz 1 und hat Platz für rund 500 Autos.
Der Bergisch Gladbacher ist an diesem Abend nicht der einzige, der sich auf eine lange Suche nach seinem Auto macht. Der Niederländer Aart Vermeulen kehrt von einem Tagestripp nach London zurück und läuft die Reihen auf Parkplatz 2 auf und ab, bis er schließlich sein Auto findet.
"Ich habe etwa 15 Minuten gesucht. Dabei ist es gar nicht so dunkel hier." Flughafen-Geschäftsführer Ludger van Bebber hält die Beleuchtung der Parkplätze für ausreichend. "Ich habe noch von niemandem gehört, der sich über zu dunkle Parkplätze beschwert hat", sagt van Bebber, räumt aber ein, dass es sicher die ein oder andere kleine Fläche gibt, die nicht optimal ausgeleuchtet sei.
Unterschiedliche Farben
Die Suche nach dem Auto, das sagen sowohl Fluggast Vermeulen als auch van Bebber, entstehe wohl auch durch die Größe des Parkplatzes. "Daher haben wir abschnittsweise farblich unterschiedliche Schilder aufgestellt, um die Suche nach Autos zu erleichtern", sagt van Bebber.
Der provisorisch angelegte Parkplatz 4, westlich der Cargo-Halle, wird bis zum geplanten Ende seiner Nutzung durch mobile Masten beleuchtet. Hier gibt es keine Klagen von Fluggästen. Die kleinere Fläche, auf der rund 2000 Autos Platz finden, erleichtert zudem die Suche.
Da die Nutzung des Geländes mit dem Ende der Sommerferien endet, wirkt der Parkplatz 4 naturgemäß wie ein Provisorium. Flughafen-geschäftsführer Ludger van Bebber sagt aber, dass Erweiterungen der Parkplätze in Planung sind: "Im nächsten Jahr wollen wir etwa 2000 oder 3000 zusätzliche Parkplätze schaffen."
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