Kevelaer: Bischofsweihe für Pfarrer Zekorn
zuletzt aktualisiert: 08.02.2011 - 11:55Am Sonntag (13. Februar) wird der künftige Weihbischof für die Bistumsregion Münster-Warendorf mit ihren 355.000 Katholiken, Domkapitular Pfarrer Stefan Zekorn, zum Bischof geweiht.
Der Gottesdienst beginnt um 15 Uhr im St.-Paulus-Dom in Münster. Hauptkonsekrator ist Bischof Felix Genn; mitweihende Bischöfe sind der Amtsvorgänger des 51-Jährigen als Regionalbischof, Ruhrbischof Franz-Josef Overbeck aus Essen, sowie Bischof em. Reinhard Lettmann, dessen Sekretär Zekorn war. Als seinen Wahlspruch hat der aus Datteln stammende neue Weihbischof ein Wort aus dem Epheserbrief gewählt: „Wenn wir die Wahrheit tun in Liebe, wachsen wir durch alles auf Christus hin“ (Eph 4,15).
Hochrangige Gäste
Am 3. Dezember hatte Papst Benedikt XVI. die Ernennung Zekorns zum Titularbischof von Aquae Albae (Mauretanien / Afrika) und Weihbischof in Münster bekannt gegeben. Der promovierte Theologe wurde 1984 in Rom zum Priester geweiht. Zur feierlichen Weiheliturgie in der Kathedrale des Bistums reisen nach Angabe der Bischöflichen Pressestelle hochrangige Gäste an: neben Bischof Overbeck unter anderem der emeritierte Erzbischof von Utrecht, Kardinal Adrian Simonis, die Erzbischöfe Fernand Franck (Luxemburg) und Werner Thissen (Hamburg) sowie die Bischöfe Stephan Ackermann (Trier), Heinz-Josef Algermissen (Fulda), Franz-Josef Bode (Osnabrück), Willem J. Eyck (Utrecht), Antoon Hurkmans (s’Hertogenbosch), Franz-Peter Tebartz-van Elst (Limburg) und Adrian van Luyn (Rotterdam).
Stefan Zekorn hofft, dass auch seine 85 Jahre alte Mutter an der Weiheliturgie teilnehmen kann. Dabei sind in jedem Fall sein Bruder sowie Neffen, Vettern und Cousinen.
Die Kollekte soll auf Wunsch des Weihekandidaten zwei Projekten in den Partnerdiözesen des Bistums Münster zugute kommen: dem Bau von Trinkwasserbrunnen in Nordghana und der Anschaffung von Unterrichtsmaterial zur Kommunion- und Firmvorbereitung in Tula (Mexiko). Nach dem Weihegottesdienst findet im Festsaal des münsterischen Rathauses ein Empfang statt.
Weihbischof
In jedem katholischen Bistum hat der (Diözesan-)Bischof mit der Ernennung durch den Papst die oberste Hirten-, Lehr- und Rechtsgewalt inne. Zur Unterstützung des Bischofs in der Leitung des Bistums ernennt der Papst einen oder mehrere Weihbischöfe, die im Auftrag des Diözesanbischofs handeln.
In der Diözese Münster mit ihren knapp zwei Millionen Katholiken in rund 350 Kirchengemeinden erreichte Bischof Heinrich Tenhumberg in den siebziger Jahren eine Unterteilung in fünf Bistumsregionen (44 Dekanate), denen seither ein Weihbischof vorsteht. Folgende Regionalbischöfe tun Dienst: Heinrich Timmerevers (Oldenburg), Christoph Hegge (Borken / Steinfurt), Stefan Zekorn (Münster / Warendorf), Dieter Geerlings (Coesfeld / Recklinghausen) und Wilfried Theising (Niederrhein).
Die Weihbischöfe führen in den Pfarrgemeinden ihrer Region Visitationen durch und spenden das Sakrament der Firmung; sie sind „Sprachrohr“ ihres Bischofs in der jeweiligen Bistumsregion, umgekehrt tragen sie Sorge, dass der Bischof über die eigenen Kontakte hinaus die Sorgen und Anliegen der Regionen kennt. Weihbischöfe, in anderen Ländern auch „Auxiliarbischöfe“ genannt, sind auf den Titel einer vor langer Zeit untergegangenen Diözese geweiht. Die Weihbischöfe sind ordentliche, stimmberechtigte Mitglieder der Deutschen Bischofskonferenz.
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