Weeze: Büssow winkt mit Förderung
VON ANJA SETTNIK - zuletzt aktualisiert: 13.01.2010Weeze (RPO). Wenn Weezes Bürgerhaus Teil eines Projektes wird, zu dem auch Bahnhofsvorplatz und Park gehören, wäre eine öffentliche Förderung denkbar. Das stellte der Regierungspräsident bei einem Besuch in Aussicht.
Sein Besuch war ein eher kurzer, aber, wie der Bürgermeister hofft, vielleicht ein nützlicher. Regierungspräsident Jürgen Büssow hat gestern bei seiner Stippvisite in Weeze den Flughafen besucht, einen Blick auf das Baugebiet Magdeburger Straße geworfen und sich dann in einem Boot des Niersverbands ans andere Ufer des Flüsschens bringen lassen. Dort – im Kaminzimmer der Schlossruine Hertefeld – fand das abschließende Pressegespräch statt. Für Rathauschef Ulrich Francken wohl die wichtigste Information: Der Gast aus Düsseldorf will sich dafür einsetzen, dass Weeze Fördermittel für die Umgestaltung des Bahnhofsvorplatzes samt Park und Bürgerhaus bekommt. Auch Architekt Christof Parade warb für das Projekt.
Flughafen-Daten
Am Flughafen hatte Büssow sich aktuelle Daten geben lassen und die Entwicklung des Airport als "ordentlich" und "anständig" bezeichnet. Später ermahnte er Francken, sich – besonders, wenn der Rechtsstreit mit der niederländischen Gemeinde Bergen beigelegt sei – intensiv um die Ansiedlung von Gewerbe auf dem Airportgelände zu bemühen, um unabhängiger vom Billigflieger-Geschäft zu werden.
Von der Niers her eilte Büssow auf Haus Hertefeld zu und meinte drinnen anerkennend, er sei überrascht über die schönen Räume. Ob es denn noch Vertreter der Adelsfamilie gebe, wollte der Düsseldorfer wissen. "Einer steht vor ihnen", merkte Friedrich Graf zu Eulenburg und Hertefeld an und erwähnte, dass er seit 1179 der 23. Hausherr sei. Was Büssow mit dem "Gemeindezentrum" meinte, das er im Pressegespräch erwähnte, wurde durch Franckens Erläuterungen deutlich: das Bürgerhaus, das für etwa 2,9 Milionen Euro zu haben wäre. Francken weiß, dass angesichts der Haushaltslage selbst seine CDU-Mehrheitsfraktion nicht überzeugt ist. Büssow betonte, wenn die Folgekosten gering seien, weil ein Bürgerverein das Haus betreibe, seien öffentliche Mittel denkbar. Der Bürgermeister möchte jedoch vor allem rasch bauen, denn so günstig wie derzeit waren Finanzierungen lange nicht.
Dass Weeze seinen Ortskern stärken will, indem Handel außerhalb des Zentrums ausgeschlassen wird, fand die Zustimmung Büssows.
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