Kevelaer: CDU Kervenheim sucht neue Ideen für die Burg
zuletzt aktualisiert: 08.09.2010Kevelaer (RPO). Die Kervenheimer Burg ist der zentrale Mittelpunkt von Kervenheim. Die CDU-Ortsgruppe in Kervenheim ist an der Meinung der Bürger zur Burg und dem umliegenden Gelände interessiert. Sie will herausfinden, welche künftige Nutzung den Bewohnern vorschwebt. Entsprechende Fragen werden daher Mitglieder der Ortsgruppe in den nächsten Wochen in Form einer kurzen Bürgerbefragung stellen. Die Umfrageergebnisse werden dann analysiert und öffentlich gemacht.
Begegnungsstätte
Schon mehrfach hatte zuvor Ernst Umbach, Ortsvorsteher von Kervenheim und früher CDU-Ratsherr, die Burg und deren Zukunft zum Thema gemacht. Im Mittelpunkt seiner Ideen: Die Burg muss saniert werden, zudem wäre eine Art Begegnungsstätte auf dem Gelände eine gute Sache. Auch über einen Förderverein hatte er nachgedacht – allerdings gebe es jetzt ja einen neuen Eigentümer. Wenn nun die CDU aktiv werde, finde er als Ortsvorsteher das gut.
Im vergangenen Jahr hatte die evangelische Gemeinde Weeze-Kervenheim, die dort Kirche und Gemeindehaus betreibt, die Anlage gekauft. Pfarrer Johannes Fries machte schnell klar, dass eine umfängliche Restaurierung der mittelalterlichen Anlage die finanziellen Möglichkeiten der Gemeinde bei weitem übersteigen würde. Er deutete an, dazu brauche man zumindest "Kooperationspartner". Im Gemeindebrief vom Januar diesen Jahres hatte Fries die Gemeindemitglieder gefragt, welche Ideen sie haben. Alle Kervenheimer waren aufgerufen, der Kirche Vorschläge zu unterbreiten. Die Reaktion soll bescheiden ausgefallen sein.
Willi Scholten, Kervenheims CDU-Vorsitzender, erinnert daran, dass ein Versammlungsort besonders wichtig werden könnte, wenn, wie zu befürchten sei, eines Tages der Saal der Gaststätte Brouwers nicht mehr zur Verfügung stehe. "Wir möchten von den Bürgern erfahren, was sie sich wünschen, welche Vorstellungen sie haben. Damit wir ein aussagefähiges Meinungsbild bekommen, werden CDU-Mitglieder mit Fragebögen an die Haustüren kommen und die Antworten der Kervenheimer gleich mitnehmen. Das Ergebnis werden wir veröffentlichen und dann sehen, wie wir weiter vorgehen."
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