Weeze: Cockpits fliegen per Kran ins Museum
zuletzt aktualisiert: 19.05.2009Weeze (RPO). Zwei neue, ziemlich große Ausstellungsstücke zeigt ab sofort das Airport-Museum auf dem Gelände des Flughafens: Zwei Cockpits von Flugzeugen, die einmal auf Laarbruch stationiert waren, sind jetzt im RAF-Museum Laarbruch in Weeze aufgebaut. Es handelt sich um ein Canberra- und ein Buccaneer-Cockpit.
Für den Museumsverein war es eine schwierige Aufgabe, die Kabinen an ihre zugedachten Orte zu bringen, denn die aus England und Irland beschafften Großexponate passten nicht durch die vorhandenen Türen. So wurde aus einer Seitenwand ein Fenster ausgebaut und die darunter befindliche Wand herausgebrochen. Vorher waren alle ausgestellten Gegenstände und Vitrinen an die Seite geschoben und sorgfältig mit Folie abgedeckt worden. Ein Spezialkran hob dann die Cockpits an und schob sie nacheinander behutsam ins Museumsgebäude.
Andreas Imhof, Geschäftsführer des Royal Air Force Museums, freut sich: "Nun gibt es neben Bildern, Dokumenten, Modellen und anderen Erinnerungen an die 45-jährige Anwesenheit der Royal Air Force zwei neue Besonderheiten in unserem Museum auf dem Airport Weeze." Beide Cockpits gehörten zu Fluggeräten, die die Niederrheiner damals durch ihre erheblichen Geräusche gestört haben dürften: Die Buccaneer zum Beispiel war ein Kampfflugzeug, das eigens für den Tiefflug gedacht war.
Zuletzt hatte das Museum zwei Abwehrraketen (Rapier und Bloodhound) bekommen, die einst zur Nahverteidigung von Flughäfen eingesetzt wurden. Auch eine Vierlingsflak, ein Beutestück aus dem ersten Golf-Krieg, gehört inzwischen zu den Ausstellungsstücken. Wer es weniger martialisch mag: Die Modellbaugruppe hat auch dreidimensionale Ansichten gebastelt, die den Flugbetrieb darstellen.
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