Kevelaer: Der Zimmermann im Wald
VON MATTHIAS GRASS - zuletzt aktualisiert: 05.06.2007Kevelaer (RPO). Der Kauz wohnt oft in Höhlen, die ein anderer gebaut hat: Der Specht. Der Buntspecht ist die am häufigsten im Klever Land vertretene seiner Art. Aber in den Wäldern des Reichswaldes leben auch die seltenen Schwarzspechte.
„Der Specht ist der Baumeister des Waldes“, sagt Forstdirektor Hanns-Karl Ganser. Denn der Vogel mit dem starkem Schnabel baut Höhlen in Bäume, worin Vögel und Fledermäuse ihr Zuhause finden. In den Kreis Klever Wäldern gibt es viele Spechte. Vor allem Buntspechte, die man auch schon mal im Garten Zuhause entdecken kann.
Mitten im Reichswald, da, wo noch die ganz dicken alten Bäume stehen, wohnen im Reichswald auch zwei Schwarzspecht-Brutpaare. „Die bauen die größten Höhlen“, sagt Hanns-Karl Ganser. Er ist sichtlich stolz auf die Schwarzspechte in seinem Wald. Nicht nur, weil sie die größten Höhlen bauen, sondern weil sie so selten sind und trotzdem hier leben.
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Mit Unterstützung der vier Sparkassen Goch-Kevelaer-Weeze, Kleve, Krefeld und Straelen machen 120 Kindergärten im linksrheinischen Kreis Kleve beim Waldmeister-Projekt mit.
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Die Schwarzspechte sind mit 45 Zentimeter Körperlänge die größten ihrer Art und das Männchen trägt einen roten Fleck auf dem Kopf. Es braucht gerade mal zehn bis 15 Tage, um sich eine Bruthöhle zu zimmern. Dabei haben Vogelkundler beobachtet, dass er bis zu 170 Schnabelhiebe in der Minute schafft.
Der Buntspecht ist mit 23 Zentimeter Körpergröße deutlich kleiner und fällt mit seinem schwarz-weiß-roten-Federkleid auf. Wobei der Specht nicht nur die Nisthöhle zimmert, sondern auch seiner Liebsten ein Lied klopft. So gesehen, ist der Specht auch der Schlagzeuger unter den Vögeln . . .
Mit seinen Krallen kann der Specht senkrecht die Baumstämme ablaufen und nach Nahrung suchen. Mit seiner dünnen Zunge spürt er in alle Löcher und kann die Gänge der Käfer unter der Rinde verfolgen. Er lebt von Insekten und Samen, Eicheln und Nüssen. Manchmal fängt er Insekten gar nicht da, wo er auf einem morschen Ast pocht, sondern er läuft schnell auf die andere Seite, um auch dort die fliehenden, von ihm so geliebten Käfer fressen zu können.
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