Kevelaer: Ein Bürgermeister zum Anfassen
zuletzt aktualisiert: 09.04.2009Kevelaer (RPO). Es gibt wohl keinen Bürger in Kevelaer, der die Ehrung Karl Dingermanns nicht begrüßt. Wer immer in der Marienstadt das Gespräch auf den Ehrenbürgermeister bringt, kann sicher sein, ein Lob über ihn zu hören. Karl Dingermann war ein Stadtoberhaupt "zum Anfassen" – das ist der Tenor.
Gegen die Wahl des neuen Platzes zwischen dem Alten Rathaus und der Volksbank ist ebenfalls nichts einzuwenden. Dass manche Fraktionen dem beliebten Politiker eine noch üppigere Ehrung gegönnt hätten, ist sicher ein schöner Zug.
Aber die Nachkommen hatten schon früh signalisiert, dass sie mit der Wahl des Ortes einverstanden sind. Denn der Karl-Dingermann-Platz ist zentral gelegen, ein Ort, an dem sich viele Menschen treffen. Der bürgernahe Politiker hätte sich über diese Entscheidung gefreut. Zudem befindet sich der Platz in direkter Nachbarschaft zum Peter-Plümpe-Platz, dessen Namensgeber ebenfalls ein beliebter Bürgermeister war.
Über den Prioritätsstreit unter den Fraktionen im Rat hätte der erfahrene Kommunalpolitiker Dingermann sicher geschmunzelt. Wohl auch darüber, dass seine eigene Partei, die CDU, im Eifer des Gefechts aus dem "Ehrenbürgermeister" einen "Ehrenbürger" machte.
Dass gestern die Vertreter aller Fraktionen zu der Feierstunde kamen, beweist, dass der Respekt vor Karl Dingermanns Lebensleistung größer ist als Eigeninteressen der Parteien. Ein schönes Zeichen im Wahlkampf. STEFAN GILSBACH
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