Kevelaer: FDP will Masterplan gegen Stolperfallen
zuletzt aktualisiert: 14.12.2009Kevelaer (RPO). Die FDP-Fraktion im Kevelaerer Rat vertritt die Meinung, dass die Innenstadt des Wallfahrtsortes an vielen Stellen nicht senioren- oder behindertengerecht ist. Dieses Problem werde noch größer werden, da der Bevölkerungsanteil der Über-60-Jährigen ansteige, erklärt FDP-Fraktionsvorsitzender Klaus Sadowski.
Zudem ziehe Kevelaer als Pilgerziel viele Menschen an, die betagt und/oder körperlich gehandicapt seien. Daher beantragen die Liberalen die Erstellung eines "Masterplanes" für eine barrierefreie Innenstadt. Für die Betroffenen sollten "nutzbare Innenstadteinrichtungen" geschaffen werden.
Mängelliste beigefügt
Klaus Sadowski hat dem Antrag eine Liste von Mängeln beigefügt. Da sei zum einen die Kopfsteinpflasterung im Ortskern, für die seit längerem eine Lösung gesucht wird. Weitere Kritikpunkte: zu wenig Behindertenparkplätze, Ladenlokale, die nur über Stufen erreichbar sind und Aufzüge, die für Menschen, die auf den Rollstuhl angewiesen sind, zu schmal seien. Vor dem Bahnhof gebe es bislang keinen Zebrastreifen, trotz des hohen Verkehrsaufkommens. An der Annastraße sei der Bürgersteig sehr schmal und oft noch zugeparkt.
Auch Menschen mit Sehbehinderungen hätten es in Kevelaer nicht leicht, meint Sadowski. Auf dem Roermonder Platz mit seiner unübersichtlichen Verkehrssituation gebe es für Sehbehinderte "keine Orientierungshilfen".
Am St.-Klara-Platz gebe es eine weitere Gefahr für Sehbehinderte. Dort stellten die 20 Zentimeter über dem Boden angebrachten Ketten besondere Stolperfallen dar. Eine bessere Orientierung für Blinde sei auch im Rahmen des verkehrsberuhigten Ausbaus der Römerstraße nötig.
"Wir haben die Anregungen vor allem von Blinden und von Menschen im Rollstuhl bekommen", sagte Klaus Sadowski der RP.
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