Weeze: Film ab am Airport
VON MICHAEL BÜHS - zuletzt aktualisiert: 22.07.2009Weeze (RPO). Gestern stand am Flughafen Weeze ein Drehtag für den Film "Im Alter von Ellen" an. Die 30-köpfige Crew arbeitete mehrere Stunden auf dem Vorfeld, das stellenweise geflutet wurde. Mit dabei: Statisten aus Weeze und Goch.
Einsatz für die Flughafen-Feuerwehr am Airport Weeze. Doch gilt es nicht, einen Brandherd zu löschen. Ein Teil des Vorfeldes muss unter Wasser gesetzt werden. Gut 24 000 Liter prasseln auf den Boden und lassen ihn wirken, als wäre gerade ein Regenschauer niedergegangen. Ganz so, wie es das Drehbuch zum Kinofilm "Im Alter von Ellen" vorsieht.
Ein Teil des Streifens, der 2010 in die Kinos kommen soll, wurde gestern am Airport Weeze gedreht. "Ein paar Minuten", meint Produktionsleiter Alexander Broscheid, werden es sein. Dafür ist das Team der Produktionsfirma Pandora Film mit knapp 30 Personen an den Niederrhein gekommen. "Wir werden von der Filmstiftung NRW unterstützt", erklärt Broscheid. Zudem ist die Fluggesellschaft Hamburg International ein Kooperationspartner, "und da fiel zwangsläufig der Name Weeze", so Broscheid.
Infos zum Film
Titel: Im Alter von Ellen (At Ellen's Age)
Schauspieler: Jeanne Balibar (als Ellen), Stefan Stern, Georg Friedrich, Julia Hummer
Ko-Produktion mit dem WDR und ARTE
Der Film erzählt die Geschichte der 43-jährigen Flugbegleiterin Ellen, deren Leben einige erschütternde Veränderungen erfährt und die sich so vor neue Herausforderungen gestellt sieht.
Guter Standort
Für das Filmteam ein guter Standort. "Der Flughafen ist sehr medienfreundlich und -erfahren", hat Broscheid festgestellt, "daher funktioniert die Zusammenarbeit sehr gut." Auch Holger Terhorst, Marketing-Chef des Airports, hat beobachtet, dass "alles Hand in Hand geht. Wir sind als Airport sehr unkompliziert, das gefällt den Partnern." Nicht umsonst wurden bereits Szenen für die TV-Serie "Alarm für Cobra 11" sowie den Film "Die Sturmflut" hier gedreht.
Doch trotz allem ist der Dreh "vor Ort" für das Filmteam mit einigem Aufwand verbunden. "Wir haben uns bewusst für die langwierigere und logistisch aufwendigere Variante entschieden", erklärt Broscheid. Denn Aufnahmen in einem echten Flugzeug statt im Studio sehen "einfach realistischer" aus, und für die Schauspieler sei der Dreh auch greifbarer.
Da während des laufenden Flugbetriebes gedreht wird, kann es zu Verzögerungen im Zeitplan kommen – etwa wenn der Airbus der Hamburg International, in dem gedreht wird, Verspätung hat. Resultat: Das Vorfeld, das am Mittag noch nass vom "Regenschauers" war, ist komplett trocken, als es endlich losgehen kann. Zweiter Einsatz für die Feuerwehr.
Stehvermögen müssen auch die Statisten beweisen – die aus der Nachbarschaft des Airports kommen. "Aber das nimmt man in Kauf. Man hat ja nicht jeden Tag die Gelegenheit, so etwas zu erleben", sagt Wolfgang Valkysers vom Kirchenchor St. Cyriakus in Weeze. "Bei uns wollten auch alle mitmachen."
Nicht anders war es bei den Mädchen der U 17 von Viktoria Goch, als Trainer Guido Schmitz ihnen vom Drehtag am Airport berichtete. "Wir waren alle sofort dabei, haben aber nicht so recht daran geglaubt, dass es klappt", erzählt Carolin. Erste Aufgabe: "Natürlich allen erzählen, dass wir bald ins Kino kommen", sagt Kimberly grinsend. Mit viel Freude und großem Interesse waren die Mädels dabei – und warten nun gespannt auf das Ergebnis.
- RP ONLINE
- Kontakt
- AGB
- DATENSCHUTZ
- Impressum


