Kevelaer: Gewerbegebiet in Kervenheim ist gewollt
zuletzt aktualisiert: 23.08.2010Kevelaer (RPO). Bei der Mobilen Redaktion der Rheinischen Post äußerten viele Kervenheimer, dass ein Gewerbegebiet dem Kevelaerer Ortsteil Auftrieb verschaffen könnte. Darüber, wie wahrscheinlich die Ausweisung von Gewerbeflächen dort ist und wie der aktuelle Stand in Kevelaer ist, sprach RP-Redaktionsmitglied Ellen Schlütter mit Kevelaers Wirtschaftsförderin Ruth Keuken.
Frau Keuken, wird Kervenheim ein Gewerbegebiet bekommen?
Ruth Keuken Tatsächlich ist es so, dass wir derzeit einen Engpass an verfügbaren Gewerbeflächen haben. Die Nachfrage nach Flächen in Autobahnnähe ist da. Es wird oft gezielt danach gefragt, wie viele Minuten es bis zur nächsten Autobahn sind. Deshalb wäre die Lage unweit der Autobahn-Abfahrt Kervenheim optimal. Deshalb versucht die Stadt Kevelaer, die Ausweisung eines Gewerbegebietes in Kervenheim voranzutreiben.
Woran scheitert es bislang, dort Flächen auszuweisen?
Keuken Das liegt an der Bezirksregierung Düsseldorf. Die muss zustimmen, wenn ein Gebiet als neue Gewerbefläche ausgewiesen werden soll. Der Bürgermeister und die zuständigen innerhalb der Verwaltung waren auch schon mehr als einmal in Düsseldorf, um in diesem Anliegen weiter zu kommen. Doch die Bezirksregierung blockiert das bisher. Aus Sicht der Stadt Kevelaer sind die Bestrebungen ungebrochen.
Kann es daran liegen, dass es in Kevelaer derzeit Leerstände gibt?
Keuken Es ist nicht wahr, dass wir Unmengen Leerstände in Kevelaer haben. es gibt eine geringe Anzahl vakanter Objekte und Flächen, die aber oftmals sehr speziell zugeschnitten sind. Es gibt vielmehr Engpässe bei direkt verfügbaren Flächen und die Planung ist daher, neue Flächen zu schaffen. Auch die Wirtschaftskrise hat in Kevelaer nicht dazu geführt, dass es deutlich mehr Leerstände gibt.
Ein Alternativ-Vorschlag zur Gewerbe-Ansiedlung war es, mehr auf den Tourismus in Kervenheim zu setzen...
Keuken Das sind zwei völlig verschiedene Dinge. Um jedoch einen kleinen Ort wie Kervenheim in der Region für den Tourismus attraktiv zu machen, wären auch gigantische Marketing-Maßnahmen erforderlich. Auch muss erst die nötige Infrastruktur geschaffen werden, was recht kostenintensiv ist. In puncto Arbeitsplätze bringt das leider wenig, vieles ist im Tourismus eben saisonal. Wir als WfG kümmern uns aber natürlich auch um den Tourismus. Das und die Gewerbe-Ansiedlung in Kervenheim sind parallel ablaufende Prozesse.
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