Kevelaer: Haiti: Weezer hilft mit I.S.A.R.
zuletzt aktualisiert: 14.01.2010 - 11:39Kevelaer (RPO). Kaum sind die Erlebnisse aus Indonesien halbwegs verarbeitet, steht schon der nächste Einsatz an. I.S.A.R Germany, dessen Pressesprecher Mark Rösen bei der Flughafenfeuerwehr des Airport Weeze beschäftigt ist, will schnellstmöglich nach Haiti fliegen.
In der Nacht zu gestern sind bei einem schweren Erdbeben vermutlich Hunderte oder weit mehr Menschen ums Leben gekommen. Weltweit bereiten sich Hilfsorganisationen darauf vor, vor Ort unter anderem medizinische Hilfe zu leisten. Betroffen vom Beben seien Millionen von Menschen in dem bitterarmen und vom Bürgerkrieg geschwächten Land, meldet unter anderem das Rote Kreuz.
"Wenn wir ab Frankfurt Flüge bekommen, wollen wir schon in der nächsten Nacht in die Hauptstadt Port-au-Prince starten", erklärte Mark Rösen der Rheinischen Post. Die deutsche Organisation I.S.A.R. (International Search and Rescue) will mit rund 30 Rettungshundeführern, Bergungsexperten und Medizinern nach Haiti fliegen. Die Männer und Frauen, deren Vorsitzende Daniela Lesmeister in Kleve lebt, sind darauf spezialisiert, Menschen aus eingestürzten Gebäuden zu retten. Neben vier Rettungshunden wird dafür auch modernste Ortungs- und Bergetechnik eingesetzt. Viele der Ehrenamtler leben am Niederrhein.
Gleichzeitig, teilt Mark Rösen mit, sei die medizinische Versorgung von Verletzten durch Notärzte, Rettungsassistenten und medizinische Ausrüstung sichergestellt, die von der Hilfsorganisation "action medeor" zur Verfügung gestellt wurde. I.S.A.R. Germany ist neben dem THW die einzige deutsche Hilfsorganisation, die Mitglied der UNO-Unterorganisation INSARAG ist. Die Mitglieder von I.S.A.R. Germany arbeiten ehrenamtlich. Finanziert wird die Arbeit der Organisation durch Spenden. Die Organisation war in den letzten Jahren nach schweren Erdbeben in Pakistan (2005), Peru (2007) und Indonesien (2009) im Einsatz.
Wie Nachrichtendienste mitteilen, sind Slums und andere Wohngebiete von dem Beben nahe Port-au-Prince ebenso zerstört worden wie der Präsidentenpalast, Ministerien und die Kathedrale. Unter den Toten sollen auch Mitglieder der UN-Friedenstruppe sein – die Zentrale der Truppe sei eingestürzt.
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