Kevelaer: Karneval mitten im Sommer
VON ANNA GRESHAKE - zuletzt aktualisiert: 13.08.2007Kevelaer (RPO). Köbes Underground sorgte beim 23. Weltmusikfestival im Kevelaerer Hülspark für einen besonderen Höhepunkt. Es gab wieder ein volles Zwei-Tage-Programm bei freiem Eintritt.
„Wir spielen so laut, dass jeder sich zu singen traut, ob richtig oder falsch – kein Problem!“, dieses gesungene Motto von Köbes Underground wurde schnell umgesetzt. Genau wie die Kategorien Mitwippen, Mitlachen und einfach zusammen Spaß haben. All das passierte am Wochenende beim 23. Weltmusikfestival in Kevelaer auf dem Festivalgelände Hülspark.
Gleich an zwei Tagen präsentierte der Kevelaerer Kulturverein „Impuls“ ein volles Programm, das sich sehen lassen konnte. Gemäß ihrem Slogan „Live Kultur für alle Generationen“ war für jeden etwas dabei: Clown Yoyo und Krenne Aymans mit Akrobatik und Witz für die Kleinen, und Cashma Hoody begeisterte Jugendliche und Junggebliebene mit rockigem Reggae. Dann konnte man sich noch für Samba aus Köln (Maracatu Colonia), Chanson über Popmusik (Rachel Montiel & Band), Blues aus NRW (re-late), Polka und mehr (Hiss) oder das „Irland feeling“ (The Potbelly Folkland) entscheiden.
Veranstalter „Impuls“
Geschichte Der Veranstalter „Verein zur Kulturförderung Kevelaer- Impuls“ wurde 1984 gegründet.
Angebot Der Verein organisiert etwa 20 kulturelle Veranstaltungen im Jahr. Gearbeitet wird ehrenamtlich. Jede Hilfe ist willkommen
Infos unter www.kulturverein-impuls.de.
Gute Musik bei schönem Wetter
Die Atmosphäre blieb auf jeden Fall dieselbe: Gute Musik bei schönem Wetter mit netten Leuten genießen. Auf diesen gemeinsamen Nenner kam auch die Kevelaererin Christa Maiweg: „Ich war schon bei mehreren Weltmusikfestivals dabei, weil man sich hier in lockerer Stimmung gute Bands anhören kann, Bekannte trifft und es auch noch alles kostenlos ist.“ Dies war natürlich ein weiterer Grund für die vielen Besucher: Das Festival finanziert sich ausschließlich über die ehrenamtliche Arbeit des Kulturvereins, Hauptsponsor Sparkasse und jedes Getränk, das verkauft wird. Dementsprechend oft wurde drauf hingewiesen, und Köbes Underground Frontmann Ecki Pieper brachte es auf den Punkt: „Trinkt Kölsch für dieses herrliche Kulturfestival!“
Die elf Musiker aus Köln waren am Samstagabend dann auch einer der Höhepunkte des Festivals. Eher amateurhaft entstand die Gruppe bei der ersten Stunksitzung und ist dort heute nicht mehr wegzudenken. Mit Drums und Percussion, Bass, zwei Gitarren, zwei Keyboards, vier Bläsern und alternativ eingesetzten Akkordeons brachten sie mit ihren frechen „Kölschen Coverversionen“ das Publikum zum Lachen. Ob rockig mit den Hits „Let me entertain you“ von Robbie und „We will rock you“ von Queens oder gefühlvoll bei „My way“ von Sinatra, mit ihren Wortspielen und originellen Verkleidungen kam schnell Begeisterung auf. Besungen wurden die Unterschiede zwischen dem Rheinländer und Westfalen sowie auftretende Probleme im Kölner Karneval.
- RP ONLINE
- Kontakt
- AGB
- DATENSCHUTZ
- Impressum


