Kevelaer: Kein Angeln ohne Dokumente
zuletzt aktualisiert: 27.02.2010Kevelaer (RPO). Fürs Angeln begeistert wurde Matthias David vor zwölf Jahren durch einen Bekannten. Damals wohnte er noch in Köln. "Wir haben gemeinsam den Fischereischein gemacht", berichtet David. Dazu musste er einen mehrwöchigen Abendkursus besuchen, in dem über Fischarten, Fischkrankheiten, Gerätekunde und Gesetze informiert wurde.
Wer diesen Schein besitzt, darf trotzdem nicht die Schnur auswerfen, wo es ihm passt. "Sie brauchen noch einen Erlaubnisschein für den jeweiligen Gewässerabschnitt." Wer ohne diese Papiere erwischt wird, muss mit einer Geldstrafe von mehreren hundert Euro rechnen. "Leider wird Schwarzangeln von Staatsanwaltschaften oft als Kavaliersdelikt betrachtet", sagt David. In den Niederlanden seien die Fischereigesetze laxer, weshalb Angler, die in Deutschland nicht zum Fischzug kommen, dorthin ausweichen.
Ein erfahrener Angler sorge dafür, dass der Fisch nach dem Anbeißen nicht unnötig leidet, sagt Matthias David. Statt erst am Haken herumzufummeln, solle man den Fisch sofort mit einem Knüppel waidgerecht "abschlagen", damit er nichts mehr spürt. Einen Fisch, den man nicht verwerten kann, solle man schonend im Wasser vom Haken lösen, rät er.
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