Kevelaer: Kindergeld-Kasse zahlt nach fünf Monaten
VON STEFAN GILSBACH - zuletzt aktualisiert: 10.02.2010 - 12:13Fast ein halbes Jahr haben Marcel Aengenheyster und seine Mutter auf Kindergeldzahlungen gewartet, die der Familie zustehen (die RP berichtete). Obwohl der 20-jährige Sohn eigens bei der zuständigen Familienkasse nachhakte, tat sich nichts.
Aengenheyster wandte sich schließlich an die RP, die bei der Kasse in Wesel nachfragte. Kurz darauf erhielt Aengenheyster ein Schreiben vom Amt, das frohe Kunde enthielt. „Das Geld ist meiner Mutter überwiesen worden”, sagt der junge Kevelaerer. Er macht zurzeit eine Weiterbildung, bezieht seit dem Ende des Zivildienstes Hartz IV und ist auf die Unterstützung durch das Kindergeld angewiesen, auf das in seinem Fall bis zum 21. Lebensjahr Anspruch besteht.
Nahezu tausend Euro beträgt die nicht überwiesene Summe, auf die er gewartet hat. Diese Sorge hat er nun nicht mehr. Eins wurmt Aengenheyster allerdings schon: „Es gab in dem Schreiben keine Erklärung, warum sich das Ganze fünf Monate lang hingezogen hat.”
Michael Niel, als Sprecher der Agentur für Arbeit in Wesel auch für die Familienkasse zuständig, erklärte gestern: „Ich bin froh, dass das Geld nun an die richtige Stelle gegangen ist.” Was das Schreiben angehe, müsse man bedenken, dass es sich um einen Verwaltungsakt handle Beteiligte empfänden diesen Ton manchmal als etwa nüchtern und unpersönlich.
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