Kevelaer: Ladestraße wird ausgebaut
VON STEFAN GILSBACH - zuletzt aktualisiert: 25.02.2008Kevelaer (RPO). Möglichst bald soll die Straße östlich der Kevelaerer Bahnlinie erneuert werden. Zurzeit entstehen dort Parkplätze. Die Maßnahme findet viel Zustimmung. Kritik kommt aus der Ortschaft Kervenheim.
Die Ladestraße in Kevelaer soll kurzfristig ausgebaut werden. Das hat der Kevelaerer Rat mit Stimmen aller Fraktionen am Donnerstagabend beschlossen.
Zurzeit wird an der Straße östlich der Bahnlinie gebuddelt. Eine Parkplatzanlage entsteht, außerdem Plätze für „Park & Ride“ und eine Grünfläche. Durch diese Maßnahmen, argumentierte die Verwaltung in ihrer Vorlage, wird mehr Verkehr die Ladestraße ansteuern. Da zugleich durch die Bauarbeiten die Fahrbahnbreite erheblich schmaler geworden ist, soll an der nord-östlichen Seite ein separater Gehweg entstehen, damit Fußgänger nicht in Gefahr geraten. Zudem täte der Ausbau der Straße dem ganzen Umfeld gut, und die Anlieger müssten in einigen Jahren nicht schon wieder mit Baumaßnahmen belästigt werden.
Rund um den Bahnhof
Das Gelände rund um den Kevelaerer Bahnhof soll durch Baumaßnahmen aufgewertet werden. Neben der Erneuerung des Hauptgebäudes soll ein Fußgängerüberweg von der Ladestraße die rasche Überquerung der Schienen in Richtung Bahnhof ermöglichen.
Umbach enthielt sich
Diesen Argumenten konnten nahezu alle Ratsmitglieder folgen. Nur CDU-Ratsherr Ernst Umbach enthielt sich der Stimme. Der Ortsvorsteher von Kervenheim wies auf den katastrophalen Zustand mancher Straßen in Kervenheim hin. Dort solle die Stadt dringend investieren. Das Problem habe schon seine Vorgängerin Marianne Janssen beschäftigt.
Den Ortsvorsteher ärgert vor allem, dass die Anlieger der Ladestraße – es sind 14 Gewerbebetriebe – keine Beiträge bezahlen müssen, wie es dem Normalbürger in der Regel blüht, wenn vor dem Haus die Straße aufgerissen wird. Der Grund: Die Ladestraße ist noch nicht alt genug, um die Anlieger zur Kasse zu bitten. So etwas, meint Umbach, könne er den Bürgern in Kervenheim nur schwer erklären. „Es gibt bei uns jede Menge kaputter Straßen und Bürgersteige. Wir hätten auch gerne neue Fahrbahndecken.“ Doch sollte in Kervenheim gebaut werden, dann müssten die Anwohner Beiträge zahlen, die sie kaum aufbringen könnten. „Die Ladestraße ist immer noch im guten Zustand“, ärgert Umbach sich. Für ihn geht es nicht um eine notwendige Maßnahme, sondern um reine Kosmetik des neuen Bahnhofsgeländes.
Andere Politiker der Marienstadt hoffen dagegen, dass die neu gestaltete Ladestraße zur Belebung des östlichen Stadtteiles beiträgt. Die Straße, prophezeite CDU-Ratsmitglied Egon Kammann, könnte eine der wichtigsten Parkmöglichkeiten in der Kevelaerer Innenstadt werden.
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