Kevelaer: Manfred Babel ist "Bester"
VON KATHARINA SCHMÜLLING - zuletzt aktualisiert: 29.10.2011Kevelaer (RP). Per Telefon, im Internet und schriftlich haben die RP-Leser Kandidaten für die RP-Aktion "Unsere Besten" vorgeschlagen und über den Sieger abgestimmt. Die RP stellt heute die Gewinner der ersten drei Plätze vor.
Das Ergebnis der Abstimmung ist eindeutig: Manfred Babel ist Weezes und Kevelaers "Bester". Die Rheinische Post hatte ihre Leser dazu aufgefordert, Menschen in den beiden Gemeinden vorzuschlagen, die besonderes geleistet haben, die sie besonders beeindruckt und das Leben in der Gemeinde geprägt haben. Anschließend konnten alle Leser im Internet, per Telefon oder Postkarte für ihren Favoriten abstimmen.
Mit großem Vorsprung konnte Manfred Babel, der schon seit einem Vierteljahrhundert als katholischer Priester in Weeze aktiv ist, die meisten Stimmen auf sich vereinen. "Gerade seine Bescheidenheit, die er trotz allen Wirkens auch nach 25 Jahren noch an den Tag legt, macht ihn so beliebt", schrieb eine Leserin an die Rheinische Post und schlug den Pfarrer als "Unser Bester" vor."Er lebt den Priester wie kaum ein anderer." Mit ihrer Meinung stand sie anscheinend nicht allein da.
Die Gewinner
Jeder Leser, der eine Person vorgeschlagen oder für seinen Favoriten abgestimmt hat, hat automatisch an einem Gewinnspiel teilgenommen. Die Gewinner werden benachrichtigt –und sind auf der Internetseite www.rp-online.de/unsereBesten aufgeführt.
Zwei Geistliche ganz vorn
Am 7. Juni 1981 ist Manfred Babel in Münster zum Priester geweiht worden. Fünf Jahre später begann er in Weeze zu predigen, seit 1989 auch in Wemb. Erlebt hat er viel in dieser Zeit: Die Fusion mit der Pfarrgemeinde in Wemb, die große Renovierung der Kirche im Jahr 2005, die neuen Fenster und nicht zuletzt die neue Orgel. "Ich bin dankbar, dass die Fusion in Weeze so gut und durchdacht gelaufen ist", sagt er.
Er habe immer versucht, sich liebevoll um alle Gemeindemitglieder zu kümmern. Seit 2003 sind die Gemeinden eine Seelsorgeeinheit, seit 2005 sind sie fusioniert. Auch auf den zweiten Platz wählten die Kevelaerer und Weezer einen Geistlichen: Den ehemaligen Pfarrer zu St. Marien und Wallfahrtsrektor Richard Schulte-Stade.
Es ist eine Liebe, die auf Gegenseitigkeit beruht. "Für mich war Kevelaer mein Leben", sagt Richard Schulte Staade. Heute ist er im Ruhestand und wohnt in einer Wohnung seines Neffen in Wesel. Fast 32 Jahre lang bestimmte er als Wallfahrtsrektor die Geschicke der Stadt Kevelaer maßgeblich mit. Die Kevelaerer haben das anscheinend nicht vergessen und fleißig für ihn abgestimmt.
Auf den dritten Platz wählten die RP-Leser den Kinderarzt Dr. Ferdinand Helpenstein. Besonders am Herzen lagen ihm die Kinder mit Behinderung, diejenigen also, die noch mehr als andere Kinder auf Hilfe angewiesen sind. 1962 ließ er sich in Kevelaer als Kinderarzt nieder. Besondere Förderung sollte den Kleinsten und Schwächsten der Gesellschaft helfen. Vielen Menschen war Helpenstein aber auch als begabter Maler ein Begriff.
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